
Mit wem hast du 2025 gearbeitet?

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Die Wirtschaftswald Geschichte gibt es auch zum Lesen 😉.

Dein Business Impuls
Warum diese Aufgabe so wertvoll für deinen Jahresreport ist:
Dein Business dreht sich um Menschen. Und genau deshalb lohnt sich dieser Blick: Mit wem hast du 2025 tatsächlich gearbeitet?
Diese Aufgabe schafft Klarheit darüber, wie viele Kunden du hattest und wer davon besonders präsent war. Später wird diese Übersicht dir helfen zu verstehen: Welche Kunden haben dir Energie gegeben? Wo war die Zusammenarbeit leicht und wo mühsam? Und wie viele Kunden waren es eigentlich insgesamt?
Oft überschätzen oder unterschätzen wir das Volumen unserer Arbeit. Mal fühlt es sich nach "so viel" an, aber es waren ‘nur‘ 3 intensive Kunden. Mal denkst du "War doch wenig", aber es waren tatsächlich 7. Diese Übersicht bringt Realität in dein Bauchgefühl.
Kurz gesagt: Deine Kunden sind der Spiegel deines Business. 🤩

Deine heutige Aufgabe
Liste heute deine Top 5 Kunden des Jahres auf. also jene, mit denen du am intensivsten gearbeitet hast. Danach zähle, wie viele Kunden es insgesamt waren (auch kleine Aufträge zählen!).
So funktioniert's:
Nimm dir 10-20 Minuten Zeit. Wer war besonders präsent? Mit wem hattest du die meisten Touchpoints? Und wie viele verschiedene Kunden hattest du über das ganze Jahr verteilt?
Dein Workbook wartet auf dich!
Öffne dein heruntergeladenes Logbuch und bearbeite die heutige Aufgabe direkt dort.

Die Wirtschaftswald Geschichte zum Lesen
Die Gesichter des Jahres
Der Morgen kam still und klar. Funkenschweif räumte die Frühstücksteller weg, während Glitzerfeder bereits das Weinblätter-Buch aufschlug. Die gestrigen Einträge waren noch gut lesbar auf der ersten Seite. Fünf Projekte, ordentlich aufgelistet.
"Weiter geht's", sagte Funkenschweif und setzte sich neben ihn. "Was fragt uns das Buch heute?"
Glitzerfeder las vor: "Mit wem hast du gearbeitet?"
"Die Kunden", nickte Funkenschweif. "Na klar. Die Projekte haben wir aufgeschrieben, aber nicht, für wen wir sie gemacht haben."
"Fangen wir wieder einfach an." Glitzerfeder tauchte die Feder in Tinte. "Die fünf wichtigsten Kunden dieses Jahr."
Funkenschweif lehnte sich zurück und ließ ihren Blick über den verschneiten Wirtschaftswald schweifen. "Braunfell, der Holzfäller-Bär. Definitiv. Die Wurzelkur war intensiv, aber sie hat ihm wirklich geholfen."
"Drei Monde lang haben wir ihn begleitet." Glitzerfeder schrieb den Namen auf. "Wer noch?"
"Graubart, der Zimmermanns-Dachs", sagte Funkenschweif. "Die Ast-Entrümpelung war zwar nur fünf Tage, aber es war eine wichtige Arbeit für ihn."
Glitzerfeder nickte und schrieb. "Heinrich Rotfeder natürlich. Unser treuer Specht."
"Der kommt jetzt schon das dritte Jahr zu uns", lächelte Funkenschweif. "Es ist schön, wenn Kunden bleiben."
"Die Biber-Geschwister", ergänzte Glitzerfeder. "Wellentanz und … wie hieß ihr Bruder nochmal?"
"Rindenschlag", half Funkenschweif. "Die Waldwachstum-Werkstatt mit den beiden war etwas Besonderes."
"Und die Luchsin Samtpfote", fügte Glitzerfeder hinzu. "Sie kam im Sommer für die Saisonkreis-Beratung."
Funkenschweif nickte. Fünf Namen standen jetzt im Buch. Sie betrachteten die Liste einen Moment schweigend.
"Moment mal", sagte Glitzerfeder plötzlich. "Lass uns mal durchzählen. Wie viele Kunden hatten wir eigentlich insgesamt dieses Jahr?"
Funkenschweif holte ihre Notizrinden hervor, die sie gestern aufgeräumt hatten. "Ich zähle nach." Sie blätterte durch die Aufzeichnungen, murmelte Namen vor sich hin, zählte an ihren Krallen ab.
Glitzerfeder machte dasselbe mit seinen Unterlagen. Nach einer Weile trafen sich ihre Blicke.
"Vierzehn", sagte Funkenschweif.
"Bei mir auch vierzehn", bestätigte Glitzerfeder.
Sie schrieben die Zahl ins Buch. Dann starrten beide auf die Seite.
"Vierzehn Kunden in einem Jahr", wiederholte Funkenschweif langsam. "Das... hört sich nach mehr an, als es sich anfühlte."
Glitzerfeder nickte nachdenklich. "Lass uns mal schauen, wann die alle kamen." Er ordnete seine Rinden chronologisch. "Braunfell im Februar. Graubart im Juni. Die Marder-Zwillinge im März. Der alte Eichelhäher Silberflug auch im März. Samtpfote im Juli..."
"Moment", unterbrach Funkenschweif. Sie hatte ihre eigenen Rinden vor sich ausgebreitet. "Schau dir das an." Sie zeigte auf ihre Aufzeichnungen. "Im Frühjahr – Februar, März, April – hatten wir acht Kunden. Acht!"
Glitzerfeder beugte sich vor. "Und im Spätsommer... August, September... nur zwei."
Die beiden sahen sich an. Etwas Unbehagliches machte sich in der gemütlichen Baumhöhle breit.
"Das Nest war im Frühling voll", sagte Funkenschweif leise. "Und im Spätsommer fast leer."
"Ich erinnere mich", Glitzerfeder strich über seine Federn. "Im August saßen wir hier und fragten uns, wo all die Anfragen geblieben sind. Ich dachte noch, wir hätten etwas falsch gemacht."
Funkenschweif nickte. "Und vorher, im April, konnten wir kaum noch neue Aufträge annehmen. Wir waren am Limit."
Sie schwiegen beide. Das Ticken der alten Eichenuhr in der Ecke war plötzlich sehr laut.
"Das kannten wir am Anfang nicht so", sagte Glitzerfeder schließlich. "In den ersten beiden Jahren war es … gleichmäßiger."
"Ja." Funkenschweif wickelte ihren Schwanz fester um sich. "Es fühlt sich... unruhig an. Unsicher."
Glitzerfeder betrachtete die Zahlen und Namen im Weinblätter-Buch. "Vierzehn Kunden. Acht im Frühling. Zwei im Spätsommer. Das sind die Fakten."
"Die Fakten", wiederholte Funkenschweif. Sie holte tief Luft. "Wir bewerten nicht. Wir sammeln erst mal nur."
"Genau." Glitzerfeder nickte, auch wenn seine Federn noch etwas unruhig wippten. "Erst verstehen, dann bewerten. Das haben wir Salbea versprochen."
Funkenschweif stand auf und goss beiden frischen Tee ein. Als sie zurückkam, hatte sich die Anspannung etwas gelöst. "Morgen ist ein neuer Tag. Eine neue Seite im Buch."
"Eine neue Frage", stimmte Glitzerfeder zu und klappte das Weinblätter-Buch zu. "Aber heute haben wir wieder etwas sichtbar gemacht."
"Die Gesichter des Jahres", sagte Funkenschweif und blickte auf das Weinblätter-Buch. "Vierzehn an der Zahl. Mit all ihren Geschichten."
Draußen begann es leicht zu schneien. Kleine Flocken tanzten vor dem Fenster der Baumhöhle. Der Wirtschaftswald wurde wieder still. Funkenschweif und Glitzerfeder tranken ihren Tee und saßen nebeneinander, jeder mit seinen eigenen Gedanken über das, was die nackten Zahlen ihnen heute gezeigt hatten.



