
Der schnelle Kassensturz: Umsatz & Ausgaben im Blick

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Die Wirtschaftswald Geschichte gibt es auch zum Lesen 😉.

Dein Business Impuls
Warum diese Aufgabe so wertvoll für deinen Jahresreport ist:
Geld ist eine der drei Währungen in deinem Business neben Zeit und persönlicher Energie. Und genau deshalb ist ein ehrlicher Blick auf deine Zahlen so wichtig.
Du brauchst keine extrem detaillierte Buchhaltung, keine ausgefeilte Excel-Tabelle. Die einfache Ein- und Ausgabenübersicht reicht völlig aus (auch für deine Steuern). Wie viel Umsatz hast du gemacht? Und wohin ist ein großer Teil deiner Ausgaben geflossen?
Diese Aufgabe ist bewusst einfach gehalten. Später werden wir diese Zahlen mit deiner investierten Zeit und Energie abgleichen und genau da entstehen die spannenden Erkenntnisse. Welches Projekt hat sich wirklich gelohnt? Wo hast du viel investiert, aber wenig zurückbekommen?
Kurz gesagt: Geld allein sagt nicht alles, doch ohne Zahlen siehst du nur die halbe Wahrheit. 🤩

Deine heutige Aufgabe
Notiere heute deinen geschätzten Jahresumsatz 2025. Danach liste deine 3 größten wiederkehrenden Ausgaben auf (z.B. Software-Abos, Steuerberater, Miete für Büro/Co-Working).
So funktioniert's:
Nimm dir 10-20 Minuten Zeit. Schau in deine Buchhaltung oder dein Bankkonto. Es muss nicht auf den Cent genau sein, eine realistische Schätzung reicht völlig.
Dein Workbook wartet auf dich!
Öffne dein heruntergeladenes Logbuch und bearbeite die heutige Aufgabe direkt dort.

Die Wirtschaftswald Geschichte zum Lesen
Die Eichelkammer
Die Morgensonne schien durch das frostige Fenster, als Funkenschweif das Weinblätter-Buch aufschlug. Drei Seiten waren schon gefüllt. Projekte, Kunden, Zahlen. Sie blätterte zur vierten Seite.
"Hör dir das an", sagte sie zu Glitzerfeder, der gerade ihre Teetassen abwusch. "Die Frage heute lautet: Wie sieht deine Schatzkiste aus?"
Glitzerfeder trocknete seine Flügel ab. "Die Schatzkiste. Du meinst..."
"Die Eichelkammer", nickte Funkenschweif. "Es geht um unser Vermögen die Eicheln."
Sie blickten beide zur hinteren Ecke der Baumhöhle, wo hinter einer kleinen Holztür die Eichelkammer lag. Dort bewahrten sie ihre Einnahmen auf, sorgfältig sortiert nach Eicheln, Nüssen und Bucheckern.
"Na dann", sagte Glitzerfeder und ging zur Tür. "Schauen wir mal, wie viel wir dieses Jahr verdient haben."
Er öffnete die Tür schnell. Zu schnell. Denn im nächsten Moment kam ihm eine Lawine von Eicheln entgegen. Sie purzelten, rollten und hüpften durch die gesamte Baumhöhle. Unter den Tisch, hinter die Kissen, in die Teekanne.
"Oh nein!" Funkenschweif sprang auf. Eine besonders mutige Eichel rollte direkt auf sie zu. Sie versuchte sie aufzuhalten, trat aber daneben und rutschte aus. Mit einem kleinen Quieken landete sie auf ihrem Schwanz.
Glitzerfeder stand noch immer bei der Eichelkammer-Tür, eine Hand voller Eicheln, den Schnabel offen vor Schreck. "Ich... das war nicht..."
Funkenschweif rappelte sich auf, eine Eichel auf dem Kopf balancierend. Sie sah Glitzerfeder an. Glitzerfeder sah sie an. Dann mussten beide lachen.
"Na", prustete Funkenschweif, "wenigstens wissen wir jetzt: Die Kammer war voller als gedacht!"
Die nächsten Minuten verbrachten sie damit, alle Eicheln einzusammeln. Unter dem Sofa. Hinter dem Bücherregal. Eine hatte es sogar bis in Glitzferfeders Pantoffel geschafft.
"So", sagte Glitzerfeder schließlich, als alle Eicheln wieder ordentlich auf dem Tisch lagen. "Jetzt zählen wir. Aber diesmal vorsichtig."
Sie sortierten die Eicheln in Häufchen. Zehn Eicheln pro Haufen. Dann zählten sie die Haufen.
"Zweihundertvierzig Eicheln", verkündete Funkenschweif und schrieb die Zahl ins Weinblätter-Buch. "Plus die Bucheckern und Walnüsse von den größeren Projekten."
"Das macht zusammen...", Glitzerfeder rechnete kurz, "ungefähr vierhundert Eichel-Gegenwert."
Funkenschweif betrachtete die Zahl. "Das ist... okay. Nicht schlecht. Aber auch nicht so prall, wie ich gehofft hatte."
"Nein", stimmte Glitzerfeder zu. "Die Kammer ist gefüllt, aber nicht überfüllt."
"Und jetzt die Ausgaben", seufzte Funkenschweif. Sie holte eine weitere Notizrinde hervor. "Was haben wir ausgegeben?"
Glitzerfeder überflog seine Unterlagen. "Die Ameisen-Transportdienste. Die waren dieses Jahr ziemlich teuer."
"Wie viele Nüsse?", fragte Funkenschweif.
"Sechzig Haselnüsse", antwortete Glitzerfeder. "Die fleißigen Ameisen haben uns bei drei großen Projekten geholfen, Material zu transportieren."
Funkenschweif schrieb es auf. "Was noch?"
"Die Kletterhilfe vom Biber. Die Wartung und Reparatur hat uns fünfundzwanzig Walnüsse gekostet."
"Stimmt, die mussten wir zweimal reparieren lassen." Funkenschweif notierte es. "Und die drittgrößte Ausgabe?"
Glitzerfeder schmunzelte. "Unser Moos-Manuskript-Abo für die Waldrat-Bibliothek. Zwanzig Bucheckern im Jahr."
"Das Abo brauchen wir", verteidigte Funkenschweif. "Damit bleiben wir auf dem Laufenden."
"Ich sage ja nicht, dass wir es streichen sollen", lachte Glitzerfeder. "Ich stelle nur fest: Es ist unsere drittgrößte Ausgabe."
Funkenschweif schrieb auch das ins Buch. Dann legte sie die Feder beiseite und betrachtete die Seite. Einnahmen oben. Ausgaben unten. Alles in Zahlen gefasst.
"Weißt du", sagte sie nachdenklich, "ich dachte immer, ich hätte ungefähr im Kopf, wie viel wir verdienen und ausgeben. Aber es schwarz auf goldbraun zu sehen, das ist... anders."
"Klarer", nickte Glitzerfeder. "Die Eichelkammer war nicht so prall wie erhofft. Und die Ameisen-Dienste haben mehr gekostet, als mir bewusst war."
"Aber wir haben es jetzt aufgeschrieben", sagte Funkenschweif. "Das ist der erste Schritt."
Glitzerfeder stand auf und räumte die gezählten Eicheln vorsichtig zurück in die Kammer. Diesmal schloss er die Tür sehr, sehr behutsam.
"Noch drei Tage", sagte Funkenschweif und blickte auf das Weinblätter-Buch, "dann haben wir die erste Runde geschafft. Die komplette Inventur."
"Und dann?", fragte Glitzerfeder.
"Dann schauen wir, was all diese Zahlen uns erzählen wollen." Funkenschweif klappte das Buch zu. "Aber eins nach dem anderen."
Draußen hörten sie das fröhliche Rufen der Amseln. Der Wirtschaftswald erwachte. Und in ihrer Baumhöhle lag eine einzelne, vergessene Eichel unter dem Sofa – als kleine Erinnerung an den chaotischen, doch erhellenden Morgen.



