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Was hat dir Kraft gegeben, was hat sie geraubt?

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Die Wirtschaftswald Geschichte gibt es auch zum Lesen 😉.

Dein Business Impuls

Warum diese Aufgabe so wertvoll für deinen Jahresreport ist:

Neben Geld und Zeit gibt es eine dritte, oft unterschätzte Währung in deinem Business: Deine persönliche Energie.


Du kannst einen Monat voller Umsatz haben, doch wenn dich jeder Auftrag ausgelaugt hat, ist das weder ein nachhaltiger Erfolg noch ein langfristiger Erfolg. Genauso kannst du Projekte haben, die wenig Geld gebracht haben, dir hingegen viel Freude und Energie gegeben haben. Genau diese Momente sind Gold wert.


Diese Aufgabe hilft dir zu erkennen: Was gibt dir Kraft? Und was zieht sie dir? Später werden wir diese emotionalen Höhen und Tiefen mit deinen Projekten und Kunden verknüpfen und da entstehen die entscheidenden Erkenntnisse für 2026.


Kurz gesagt: Ein erfolgreiches Business ist nicht nur profitabel, es gibt dir Energie, statt sie zu rauben. 🤩

Deine heutige Aufgabe

Erinnere dich an 2025. Notiere 3 Momente, in denen du voller Energie und Freude warst. Und liste 3 Momente auf, die dich besonders ausgelaugt haben.


So funktioniert's:

Nimm dir 15-20 Minuten Zeit. Schließ die Augen und spür in dein Jahr hinein. Was hat dich beflügelt? Was hat dich ermattet? Schreib es auf, so konkret wie möglich.

Dein Workbook wartet auf dich!

Öffne dein heruntergeladenes Logbuch und bearbeite die heutige Aufgabe direkt dort.

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Tipp

Sei ehrlich, auch wenn manche Energie-Räuber auf dem Papier "erfolgreich" waren.

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Dein Gewinnspiel-Buchstabe für heute

Deine Energie ist kostbar, heute erkennst du, wo sie hingeflossen ist!


🌞 Conny und Sandor 🤠


Die Wirtschaftswald Geschichte zum Lesen

Die unsichtbare Währung

Die Mittagssonne warf helle Flecken auf den Holztisch, wo dampfende Schalen mit Pilzsuppe standen. Funkenschweif und Glitzerfeder aßen schweigend. Die Löffel klapperten leise gegen das Porzellan.


"Schmeckt gut", sagte Funkenschweif schließlich.


"Mmh", machte Glitzerfeder nur.


Sie aßen weiter in Stille. Das Weinblätter-Buch lag neben dem Tisch auf dem Fensterbrett, fünf Seiten schon gefüllt. Aber keiner von beiden griff danach.


"Müder Tag", sagte Funkenschweif und stellte ihre leere Schale ab.


Glitzerfeder nickte nur. Seine Federn lagen etwas flach an.


Funkenschweif betrachtete ihren Geschäftspartner. "Was ist los?"


"Nichts." Glitzerfeder schüttelte den Kopf. "Ich bin nur... ich weiß nicht. Müde, denke ich."


Funkenschweif stand auf und holte das Weinblätter-Buch vom Fensterbrett. Sie schlug es auf. Seite sechs. Die nächste Frage.


"Hör mal", sagte sie leise. "Heute fragt das Buch: Was hat dir Kraft gegeben, was hat sie geraubt?"


Glitzerfeder blickte auf. Etwas in seinen Augen veränderte sich. "Energie", sagte er langsam. "Es geht um Energie."


"Ja." Funkenschweif setzte sich wieder. "Sollen wir?"


Glitzerfeder zögerte. Dann nickte er. "Lass uns anfangen mit... mit dem, was schwer war."


Er schloss kurz die Augen. "Die Waschbären. Die streitlustigen Waschbären-Brüder im Sommer. Die wollten beide unser Angebot, aber sie konnten sich in keinem einzigen Punkt einigen. Jede Session wurde zur Diskussion. Jedes Mal musste ich zwischen ihnen vermitteln."


Seine Stimme wurde leiser. "Nach jeder Sitzung war ich so erschöpft, dass ich mich kaum noch bewegen konnte. Es hat mir alle Energie geraubt."


Funkenschweif nickte langsam. Sie schrieb es auf.


"Und bei dir?", fragte Glitzerfeder sanft. "Was hat dir Energie geraubt?"


Funkenschweif seufzte. "Die Marder-Zwillinge im März. Die kamen immer mit neuen Ideen, aber setzten nie etwas um. Woche für Woche dasselbe Gespräch. Ich hatte das Gefühl, wir rennen im Kreis."


"Ich erinnere mich", nickte Glitzerfeder. "Du warst immer so frustriert danach."


"Und dann", Funkenschweif zögerte, "als Heinrich Rotfeder im November absagen musste. Er sagte, er hätte doch nicht genug Eicheln. Dabei hatten wir schon alles vorbereitet. Ich fühlte mich... zurückgewiesen. Als wäre unsere Arbeit nicht wertvoll genug."


Glitzerfeder griff nach ihrer Pfote. "Das war hart für uns beide."


Sie nickten und schrieben die drei schweren Momente ins Buch.


Eine Weile saßen sie still da. Dann räusperte sich Glitzerfeder. "Aber es gab auch gute Momente. Darf ich?"


"Bitte", sagte Funkenschweif leise.


Glitzerfeder holte tief Luft, und plötzlich leuchteten seine Augen. "Der Sturm im April. Als dieser junge Baum umgeknickt war, der Sohn von der alten Eiche am Waldrand. Wir haben zusammen geholfen, ihn wieder aufzurichten. Du, ich, drei Biber und die Bärenfamilie. Und als er wieder stand..."


Er breitete seine Flügel aus. "Ich hatte so viel Energie, ich hätte den ganzen Wald überfliegen können!"


Funkenschweif lächelte zum ersten Mal an diesem Mittag.


"Und dann", fuhr Glitzerfeder fort, "Samtpfote, die Luchsin. Als sie nach unserer Beratung sagte: 'Ihr habt mein Leben verändert.' Sie hat geweint vor Dankbarkeit. In diesem Moment wusste ich genau, warum wir das machen."


Seine Stimme wurde warm und weich. "Ich bin nach Hause geflogen und konnte die ganze Nacht nicht schlafen vor lauter Glück."


Funkenschweif beobachtete ihn. Etwas in ihrer Haltung entspannte sich.


"Und dein Energie-Moment?", fragte Glitzerfeder sanft.


Funkenschweif musste lachen. "Braunfell nach seiner Wurzelkur. Als er zum ersten Mal wieder einen Baum fällen konnte. Er hat vor Freude gebrummt, und wir haben zusammen getanzt. Ein Bär, ein Eichhörnchen und ein Eichelhäher. Mitten im Wald. Es war... magisch."


Sie schrieb die drei positiven Momente ins Buch. Dann blickte sie auf zu Glitzerfeder. "Weißt du was mir auffällt?"


"Was?"


"Du erinnerst dich an die Waschbären als schweren Moment. Ich auch."


"Wir waren beide da", sagte Glitzerfeder leise. "Beim Baum. Bei den Waschbären. Bei Samtpfote. Bei Heinrich. Aber wir haben unterschiedliche Momente als besonders energieraubend oder energiegebend erlebt."


Funkenschweif nickte. "Du hast die Waschbären als Energie-Räuber schon vor der Zusammenarbeit gespürt, und die gemeinsame Baumaktion war deine Idee, die hat uns so viel Energie gegeben."


"Und auch wenn die Marder-Zwilinge uns viel abverlangt haben, Braunfell hat uns beiden sehr viel Energie gegeben", ergänzte Glitzerfeder.


Sie schwiegen beide. Draußen rief ein Vogel.


Glitzerfeder griff nach dem Weinblätter-Buch und betrachtete die Seite. Sechs Einträge. Drei schwere Momente. Drei kraftvolle Momente.


"Die unsichtbare Währung", sagte er. "Energie. Sie zählt genauso wie die Eicheln in unserer Kammer."


"Vielleicht sogar mehr", sagte Funkenschweif.


Sie blickten sich an. Und zum ersten Mal seit dem Mittagessen lächelten beide.


"Merci", sagte Glitzerfeder, "dass du mir deine schweren und leichten Momente erzählt hast."


"Ach Glitzerfeder", sagte Funkenschweif, "wir beide sind so schön offen zueinander, auch ich bin dankbar, dass du mir deine Hochs und Tiefs erzählst"


Draußen wanderte die Sonne weiter über den Winterhimmel. In der Baumhöhle war es warm. Und das Weinblätter-Buch lag zwischen ihnen, nun auch mit den unsichtbarsten, aber vielleicht wichtigsten Fakten des Jahres gefüllt.


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