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Wo Einnahmen und Energie zusammenkamen

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Die Wirtschaftswald Geschichte gibt es auch zum Lesen 😉.

Dein Business Impuls

Warum diese Aufgabe so wertvoll für deinen Jahresreport ist:

Jetzt wird's spannend! Du hast in der letzten Woche fleißig Fakten gesammelt – deine Projekte, deine Kunden, deine Zahlen. Doch die echte Magie entsteht erst, wenn du diese Puzzleteile miteinander betrachtest.


Heute verknüpfst du zwei entscheidende Listen: Deine Projekte (Tag 2) und deine Energie-Momente (Tag 6). Die Frage lautet: Welches Projekt hat dir nicht nur gute Einnahmen gebracht, sondern dich gleichzeitig auch beflügelt?


Denn hier liegt der Sweet Spot deines Business: Aufträge, die sich finanziell lohnen und dir Energie geben, das sind deine Goldstücke. Aufträge, die zwar zahlen, doch dich sehr stark auslaugen? Die sind auf Dauer teurer, als sie auf dem Konto aussehen. Schließlich wird sich dies auf Dauer auf deine mentale und physische Gesundheit auswirken.


Diese Erkenntnis ist einer der wichtigsten Aha-Momente für dein 2026: Du weißt dann nämlich, welche Art von Projekten du aktiv anziehen solltest.


Kurz gesagt: Geld ohne Freude ist teuer erkauft. Finde deine Goldstücke! 🤩

Deine heutige Aufgabe

Nimm deine Projekt-Liste (Tag 2) und deine Energie-Liste (Tag 6) zur Hand. Welches Projekt hat nicht nur gute Einnahmen gebracht, sondern dir auch Energie gegeben? Markiere es mit einem ⭐.


So funktioniert's:

Nimm dir 15-20 Minuten Zeit. Geh deine Projekte durch und frag dich ehrlich: Wie habe ich mich während und nach diesem Projekt gefühlt? Markiere die echten Gewinner mit einem Stern.

Dein Workbook wartet auf dich!

Öffne dein heruntergeladenes Logbuch und bearbeite die heutige Aufgabe direkt dort.

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Tipp

Manche Projekte sehen auf dem Papier gut aus, haben dich aber innerlich ausgelaugt. Sei ehrlich – dein Bauchgefühl weiß Bescheid.

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Dein Gewinnspiel-Buchstabe für heute

Deine Goldstücke in deinem Business verdienen einen Stern – finde sie heute!


🌞 Conny und Sandor 🤠

Die Wirtschaftswald Geschichte zum Lesen

Die golenden Sterne

Der heutige Tag brachte eisige Luft und einen stahlblauen Himmel. In der Baumhöhle knisterte das Feuer besonders einladend. Funkenschweif saß mit angezogenen Pfoten auf ihrem Lieblingsplatz und blätterte im Weinblätter-Buch. Vor ihr lagen zwei Seiten aufgeschlagen: Die Projektliste von Tag zwei und sie blätterte auch immer wieder auf die Energie-Momente von Tag sechs.


Glitzerfeder kam von draußen zurück, wo er den Frost auf den Ästen beobachtet hatte. "Bereit für die nächste Phase?"


"Ich denke schon." Funkenschweif runzelte die Stirn. "Nur verstehe ich noch nicht ganz, was wir heute machen sollen. Das Buch fragt: Welches Projekt hat nicht nur gute Einnahmen gebracht, sondern auch Energie gegeben?"


Glitzerfeder setzte sich neben sie und betrachtete die beiden Seiten. "Lass uns einfach anfangen. Projekt für Projekt." Er tippte mit einer Feder auf den ersten Eintrag. "Die Wurzelkur für Braunfell, den Holzfäller-Bären."


Funkenschweif nickte langsam. "Drei Monde intensive Begleitung. Und die Bezahlung war großzügig. Braunfell hat uns..." Sie überlegte. "Mindestens dreihundert Bucheckern gegeben."


"Das war unser umsatzstärkstes Projekt dieses Jahr", bestätigte Glitzerfeder.


"Und trotzdem..." Funkenschweif blätterte zur Energie-Seite. Ihr Blick wanderte zu den Einträgen unter "Was hat mir Kraft geraubt". Dort stand in ihrer eigenen Handschrift: Die langen Nächte, in denen wir Braunfells Erschöpfung aufgefangen haben. Die ständige Erreichbarkeit. Das Gefühl, nie genug tun zu können.


Glitzerfeder las den Eintrag ebenfalls. Eine nachdenkliche Stille breitete sich aus.


"Dreihundert Bucheckern", sagte er leise. "Und danach waren wir selbst so müde, dass wir mehr als eine ganze Woche brauchten, um uns zu erholen."


Funkenschweif seufzte. "Das habe ich verdrängt. In meiner Erinnerung war es ein erfolgreiches Projekt. Weil die Zahlen stimmten."


"Die Zahlen stimmten", wiederholte Glitzerfeder. "Die Energie-Bilanz jedoch nicht."


Funkenschweif lies gleich weiter. "Was ist mit der Ast-Entrümpelung für Graubart?"


Glitzerfeder lächelte bei der Erinnerung. "Fünf Tage. Viel weniger Aufwand als die Wurzelkur."


"Und weniger Einnahmen", fügte Funkenschweif hinzu. "Hundertfünfzig Walnüsse."


"Die Hälfte von Braunfells Projekt." Glitzerfeder nickte. "Zumindest rechnerisch."


Funkenschweif suchte auf der Energie-Seite. Unter "Was hat mir Kraft gegeben" fand sie: Der Moment, als Graubart sein aufgeräumtes Lager sah und vor Freude einen Luftsprung machte. Das Gefühl, in kurzer Zeit etwas Sichtbares geschaffen zu haben.


"Ich erinnere mich an diesen Tag", sagte sie und ihre Augen leuchteten. "Graubart hat uns zum Abendessen eingeladen. Wir haben gelacht und Geschichten erzählt. Und am nächsten Morgen fühlte ich mich so voller Energie, dass ich am liebsten sofort das nächste Projekt gestartet hätte."


Glitzerfeder breitete seine Flügel leicht aus. "Lass mich rechnen." Er holte einen kleinen Zweig und begann, Linien auf eine Birgenrinde zu zeichnen. "Bei der Wurzelkur: Dreihundert Bucheckern für drei Monde. Plus eineinhalb Wochen Erholung danach. Das sind fast vierzehn Wochen gebundene Zeit und Energie."


"Und bei der Ast-Entrümpelung?" fragte Funkenschweif neugierig


"Hundertfünfzig Walnüsse für fünf Tage. Plus …" Er überlegte. "Keine Erholungszeit. Wir konnten direkt weitermachen."


Funkenschweif starrte auf die Linien auf der Birkenrinde. "Das heißt … pro Woche haben wir bei der Ast-Entrümpelung mehr verdient als bei der Wurzelkur?"


"Nicht nur das." Glitzerfeder legte den Kopf schief. "Wir haben auch mehr Lebensfreude behalten. Mehr Energie für andere Dinge. Für uns selbst. Für neue Ideen."


Die Erkenntnis kam in den beiden langsam hoch. Funkenschweif griff nach der Feder und dem Tintenfass. "Dann ist die Ast-Entrümpelung unser Stern-Projekt", sagte sie und zeichnete einen goldenen Stern neben den Eintrag.


"Warte", sagte Glitzerfeder. "Lass uns noch die anderen Projekte anschauen. Dieselbe Methode."


Sie gingen die Liste durch. Die Wintervorrat-Strategie für Heinrich Rotfeder: Moderate Einnahmen, hohe Energie. Stern. Der Baumkronen-Rat: Niedrige Einnahmen, gemischte Energie – sie hatten sich oft erschöpft gefühlt und Gratis-Gäste eingeladen, um die Runde voller wirken zu lassen. Kein Stern. Die Waldwachstum-Werkstatt für die Biber-Geschwister: Gute Einnahmen, gute Energie. Stern.


Als sie fertig waren, betrachteten sie die Seite. Drei Sterne leuchteten neben drei Projekten.


"Das sind unsere wahren Erfolge", sagte Funkenschweif leise. "Die Projekte, bei denen beides gestimmt hat: Das Geld und die Freude."


Glitzerfeder nickte. "Und das, was wir für unseren größten Erfolg gehalten haben, die Wurzelkur, steht ohne Stern da."


"Weil ein voller Geldbeutel mit leeren Flügeln nicht wirklich Erfolg ist", sagte Funkenschweif.


Glitzerfeder sah sie überrascht an. "Das war... poetisch."


Sie lachte. "Ich meine es ernst. Wir haben das ganze Jahr gedacht, die Wurzelkur war unser Höhepunkt. Und dabei haben wir übersehen, dass die kleineren Projekte uns viel mehr gegeben haben."


Draußen begann es, leise zu schneien. Die Flocken tanzten vor dem Fenster wie kleine weiße Federn.


"Nächstes Jahr", sagte Glitzerfeder und schloss das Weinblätter-Buch behutsam, "wollen wir mehr Stern-Projekte."


"Und weniger Projekte ohne Stern", ergänzte Funkenschweif. "Egal wie viele Bucheckern sie versprechen."


Sie saßen noch eine Weile da und ließen die Erkenntnis wirken. Die Inventur hatte ihnen Fakten gegeben. Heute hatten sie begonnen, diese Fakten zu verstehen. Und das Verstehen fühlte sich an wie der erste warme Sonnenstrahl nach einem langen Winter.


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