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Was wolltest du umsetzen, das liegen geblieben ist?

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Die Wirtschaftswald Geschichte gibt es auch zum Lesen 😉.

Dein Business Impuls

Warum diese Aufgabe so wertvoll für deinen Jahresreport ist:

Achtung: Heute wird's vielleicht ein bisschen unbequem. Doch genau deshalb ist diese Aufgabe so wichtig.


Wir alle haben sie: Diese eine Idee, die wir Anfang des Jahres hatten und die nie umgesetzt wurde. Das Projekt, das "irgendwann" dran sein sollte. Die Weiterentwicklung, die im Alltag unterging.


Das ist kein Grund für Vorwürfe. Im Gegenteil: Diese aufgeschobenen Ideen sind wertvolle Hinweise. Sie zeigen dir, was dir wichtig ist, jedoch noch keinen Platz gefunden hat. Manche davon sind vielleicht nicht mehr relevant, andere warten nur darauf, endlich umgesetzt zu werden.


Indem du sie aufschreibst, gibst du ihnen Raum. Und kannst bewusst entscheiden: Will ich das 2026 wirklich angehen oder darf es nun endgültig gehen?


Kurz gesagt: Auch aufgeschobene Träume verdienen Aufmerksamkeit. 🤩

Deine heutige Aufgabe

Gab es ein Projekt oder eine Idee, die du Anfang 2025 hattest, jedoch nie umgesetzt hast? Schreibe sie auf, ganz ohne Vorwurf.


So funktioniert's:

Nimm dir 15-20 Minuten Zeit. Durchstöbere vielleicht alte Notizen oder Planungen. Was wolltest du eigentlich tun? Was ist liegen geblieben? Notiere es neutral, wie ein Archivar.

Dein Workbook wartet auf dich!

Öffne dein heruntergeladenes Logbuch und bearbeite die heutige Aufgabe direkt dort.

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Tipp

Keine Selbstvorwürfe! Es gibt gute Gründe, warum etwas nicht umgesetzt wurde. Diese Gründe sind auch Teil der Erkenntnis.

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Dein Gewinnspiel-Buchstabe für heute

Aufgeschobene Ideen sind Samen, die noch schlummern – erkenne sie heute!


🌞 Conny und Sandor 🤠

Die Wirtschaftswald Geschichte zum Lesen

Der schlummernde Samen

Der Morgen kroch träge in die Baumhöhle. Draußen lag der Wald still und weiß unter einer erneuten frischen Schneedecke. Funkenschweif räumte in einer Ecke der Höhle auf, die sie seit Monaten gemieden hatte – der kleine Stapel mit "Ideen für später".


"Was machst du da?", fragte Glitzerfeder, der gerade mit zwei Tassen Eichelkaffee hereinkam.


"Ich suche etwas." Funkenschweif wühlte durch Rindenstücke, getrocknete Blätter mit Skizzen und kleine Säckchen voller Notizen. "Ich weiß, dass es hier irgendwo sein muss..."


"Was denn?"


"Da!" Funkenschweif zog ein zusammengerolltes Stück Birkenrinde hervor. Es war leicht verstaubt, die Ränder eingerollt. Sie pustete den Staub weg und breitete es auf dem Tisch aus.


Glitzerfeder stellte die Tassen ab und beugte sich darüber. Auf der Birkenrinde war eine detaillierte Skizze zu sehen: Kreise, Pfeile, Zahlen. Oben stand in Funkenschweifs Handschrift: "Nuss-Abo-System – Idee vom Frühjahr".


"Das Nuss-Abo", murmelte er. "Ich erinnere mich. Du warst so begeistert davon."


Funkenschweifs Schwanz zuckte. "Wir hatten es im Februar ausgearbeitet. Ein System, bei dem Waldbewohner jeden Monat eine kleine Menge Nüsse zahlen und dafür regelmäßige Kurz-Beratungen bekommen. Konstante Einnahmen. Weniger Auf und Ab."


"Es war eine gute Idee", sagte Glitzerfeder vorsichtig.


"Es war eine großartige Idee!" Funkenschweif setzte sich. "Und sie liegt seit zehn Monden hier in dieser Ecke und verstaubt."


Glitzerfeder setzte sich neben sie. "Was ist passiert?"


"Das frage ich mich auch." Funkenschweif starrte auf die Skizze. "Im März hatten wir die Wurzelkur. Im April kamen die Anfragen für die Biber-Geschwister. Im Sommer war der Sturm. Im Herbst das Fest am Silbersee."


"Das Daily Business ist dazwischengekommen", vollendete Glitzerfeder.


"Genau." Funkenschweif seufzte tief. "Es war nie Zeit. Es gab immer etwas Dringenderes. Etwas, das sofort Eicheln brachte. Und das Nuss-Abo wurde immer wieder verschoben."


Sie saßen schweigend da. Der Eichelkaffee dampfte, vergessen auf dem Tisch.


"Die Frage im Weinblätter-Buch heute", sagte Glitzerfeder sanft, "lautet: Was wolltest du umsetzen, das liegen geblieben ist?"


Funkenschweif lachte leise, ohne Freude. "Ich glaube, ich habe die Antwort gefunden."


Sie nahm das Weinblätter-Buch. Mit langsamen Strichen schrieb sie: Liegen geblieben: Das Nuss-Abo-System. Grund: Keine Zeit. Wahrheit: Keine Priorität.


Glitzerfeder las den Eintrag. "Keine Priorität stimmt, denn es war eigentlich nicht das Daily Business."


"Es war keine Zeitfrage." Funkenschweif legte die Feder nieder. "Wir hätten Zeit gefunden, wenn wir es uns genommen hätten. Stattdessen haben wir immer das Dringende gemacht und nie das Wichtige."


"Das Wichtige bringt nicht sofort Eicheln", sagte Glitzerfeder nachdenklich. "Es zahlt sich vielmals erst später aus. Und das macht es so leicht, es aufzuschieben."


Funkenschweif rollte die Birkenrinde wieder zusammen, dieses Mal sorgfältiger. "Ich will sie nicht wegwerfen. Diese Idee ist immer noch gut."


"Es ist gut zu wissen, welche Samen noch in der Erde schlummern", nickte Glitzerfeder.


"Genau." Funkenschweif legte die Rolle auf den Tisch, gut sichtbar. "Diese Idee ist ein Samen. Er ist noch nicht gekeimt, weil wir ihn nicht gegossen haben. Nicht weil er schlecht war."


Glitzerfeder griff nach seiner Tasse und wärmte seine Federn daran. "Was, wenn wir nächstes Jahr anders planen? Wenn wir Zeit für solche Samen einplanen, bevor das Daily Business alles verschlingt?"


Funkenschweif nickte langsam. "Nicht nur reagieren. Auch vorausschauen. Zeit reservieren für das Wichtige, nicht nur für das Dringende."


Sie nahm die Rolle und legte sie neben das Weinblätter-Buch. Zwei Dokumente. Die Vergangenheit und die Zukunft, Seite an Seite.


"Nächstes Jahr", sagte sie mit neuer Entschlossenheit in der Stimme, "wird das Nuss-Abo nicht mehr verstauben."


"Dann ist es keine verpasste Chance", lächelte Glitzerfeder. "Es ist eine aufgeschobene Chance. Eine, die auf ihren Moment wartet."


Draußen brach ein Sonnenstrahl durch die Wolken und ließ den Schnee glitzern. Und in der Baumhöhle lag eine alte Idee auf dem Tisch – nicht mehr vergessen, sondern wiederentdeckt. Bereit für ein neues Jahr.


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