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unConference: Ein interaktiver Weg zur Business-Weiterentwicklung

Updated: Jun 9, 2023

Als Entrepreneur möchtest du dich stetig weiterbilden und dein Netzwerk für dein Business sinnvoll erweitern. Auf dem Markt findest du dazu viele Weiterbildungen und Konferenzen. Aus unserer Sicht gibt es zudem noch die unConference. Sie bietet dir eine Alternative dazu.


Im Gegensatz zu traditionellen Konferenzen, ermöglicht eine unConference eine tiefere Interaktion und Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden. Zudem ist es immens leicht dein Netzwerk mit Menschen zu erweitern, die dich ganz konkret unterstützen können oder du gemeinsam in eine Kooperation gehen kannst.

Eine Menschenmenge mit erhobener Hand an einem Event. Und der Schriftzug Was ist eine unConference
Dieser Moment zeigt eine unConference an der Sandor und ich Host waren.

In diesem Artikel zeigen wir dir, was eine unConference ist und wie du sie für dich direkt zur Business-Weiterentwicklung nutzen kannst. Also schnapp dir einen Tee und erkunde mit uns die coole Welt der unConferencen.

 

Inhalt des Blogartikels

 

Was ist eine unConference

In einer unConference, geben die Teilnehmenden die Richtung des Events vor. Das bedeutet, dass es ein Hauptthema gibt, zu dem sich die Teilnehmenden online oder offline an einem Ort treffen.


Das Konzept der unConference ist so aufgebaut, dass es keine Keynote Speaker, keine organisierten Panel-Diskussionen oder explizit vorbereiteten Themen gibt. Stattdessen lebt die Veranstaltung von den Teilnehmenden. Sie entscheiden, welche Themen diskutiert werden und organisieren sich oft mithilfe eines Hosts am Event.


3 Gruppen von Menschen tauschen sich gegenseitig aus.
Viele interessante Diskussionen und Austausche sind ein Hauptbestandteil einer unConference.

Mit einfachen Worten zusammengefasst, ist eine unConference ein Event an dem sich viele Personen treffen, aber anstatt, dass schon festgelegt ist, worüber gesprochen wird, wie bei einer normalen Konferenz, darf jeder seine Idee für ein Gesprächsthema einbringen. Danach bilden diese Themen die Agenda des gesamten Events. Das Coole daran ist, dass jeder etwas beitragen und lernen kann.


Woher kommt die unConference

Gehen wir mal rund 200 Jahre in der Geschichte zurück ins Jahr 1828. In diesem Jahr organisierte Alexander von Humboldt, er gilt als der letzte Mensch, der alle zu seiner Zeit bekannten Wissenschaften beherrschte, eine Zusammenkunft.


Rund 500 Wissenschaftler trafen sich durch seine Einladung in Berlin. In seiner Eröffnungsrede erinnerte er die Wissenschaftler, dass für ihn bei dieser Zusammenkunft die persönliche Ebene wichtig ist. Denn so können Freundschaften geschlossen werden, die zu engen Netzwerken führen. Das Wissen soll ausgetauscht und geteilt werden, denn dadurch ist es möglich, die Wahrheit zu finden.


Humboldt war so ein Pionieer als Organisator des Naturforscherkongresses und auch wegweisend für die künftigen Kongresse dieser Art. Laut Tim O’Reilly ist diese Zusammenkunft der Vorläufer der heutigen unConference. Denn die informellen Verbindungen stehen im Vordergrund und nicht die vorgefertigten Reden und Lobpreisungen.


An einer XML-Entwicklerkonferenz, 1985 tauchte dann das Wort unConference das erste Mal auf. Es war eine Variation von Open Space, einer Methode zur Großgruppenmoderation in Konferenzen.


Danach ergaben sich verschiedenste Variationen von Open Space Events und seit 2010 gewann die unConference, als teilnehmergesteuertes Konzept, immer an mehr Beliebtheit.


Was die unConference von einer Konferenz unterscheidet

Du weißt jetzt, was eine unConference ist. Eine klassische Konferenz bietet eine Bühne, auf der Experten ihre Kenntnisse teilen, während du und viele andere aus dem Publikum aufmerksam zuhören. Es gibt einen klaren Zeitplan mit festgelegten Themen. Diese Themen werden von vorgewählten Fachleuten präsentiert und mit Workshops und Panel-Diskussionen aufgelockert. Es ist eine nützliche und bewährte Methode, doch sie verlangt von dir als Teilnehmenden oft eher passive Aufmerksamkeit, statt aktive Beteiligung.


Conny Jost hält traditionelle Konferenz auf den Händen und Sandor Kersting hält unConference auf den Händen
Sandor und ich unterscheiden gerne zwischen den Formaten unConference und traditionelle Konferenz. Denn damit schaffen wir Klarheit.

Um dir die Unterschiede übersichtlich zu zeigen, haben wir dir hier gleich eine Tabelle erstellt:

unConference

Traditionelle Konferenz

Keine vorab festgelegte Agenda

Strukturierte Agenda

Flexible Struktur und spontane Sessions

Feste Struktur und planmäßige Sessions

Jeder Teilnehmende hat Einfluss auf die Inhalte

Inhalte werden von den Organisierenden vorgegeben

Fokus auf Interaktion und Dialog

Fokus auf Präsentationen und Vorträge

Fördert aktive Beteiligung und Peer-to-Peer-Lernen

Meistens eher passive Lernsituation

Fokus auf Gemeinschaft und kollaborative Problemlösung

Oftmals stärkerer Fokus auf individuelles Lernen und Networking

Alle Teilnehmenden können sowohl Zuhörende als auch Sprechende sein

Klare Rollenverteilung zwischen Sprechenden und Zuhörenden

Ermöglicht Netzwerken und Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Netzwerken oft in Pausen oder speziellen Veranstaltungen

Informelle und offene Atmosphäre

Oft formellere Atmosphäre

Erfordert aktive Beteiligung für maximale Wirksamkeit

Kann auch durch passive Teilnahme effektiv sein


Vorteile einer unConference

Für uns bietet eine unConference viele Vorteile und die prägnantesten 5 Punkte, möchten wir dir hier aufzeigen.

  1. Entspannte Atmosphäre In einer unConference ist eine einfache, informelle und entspannte Atmosphäre leicht möglich. Dadurch fühlen sich viele Teilnehmende rasch willkommen und respektiert.

  2. Förderung von originellem Denken Neue, frische Gedanken, die noch nicht groß bekannt sind, werden in einer unConference leicht beachtet. Sobald es mehrere Teilnehmende interessiert, kommt auch ein anregender Austausch zustande.

  3. Nischenthemen erhalten Beachtung An einer unConference ist es den Teilnehmenden möglich, ein breites Spektrum an weniger verbreiteten Themen abzudecken und schwierige Nischenthemen zu erforschen. Diese Themen werden an traditionellen Konferenzen oft nicht behandelt.

  4. Kollektives Wissen ist Trumpf Bei einer unConference nutzen wir das kollektive Wissen, die Energie und die Erfahrung eines Raumes. Damit wird die Zusammenarbeit und Kommunikation aller Teilnehmenden gefördert.

  5. Neue Ideen entwickeln sich leicht Während einer unConference, ergeben sich durch die Zusammenarbeit der Teilnehmenden oft coole Brainstormings, Entwicklungen neuer Ideen und Erstellung neuer Pläne.

Elemente einer unConference

Eine unConference, wie du vorhin vielleicht bereits gelesen hast, unterscheidet sich von einer traditionellen Konferenz. Diese Unterscheidung stützt sich besonders auf den Elementen und Rollen, die diese Art von Event besonders machen. Diese erklären wir dir nachfolgend genauer.


1. Offene Agenda

Die unConference startet mit einer leeren Agenda. Das Thema der unConference wird zwar vorab mitgeteilt, jedoch wird die Agenda nicht gefüllt. Als teilnehmende Person, hast du dann am Event selbst die Möglichkeit, Themen vorzuschlagen, die dich interessieren und über die du diskutieren möchtest.


Eine Agenda auf einer Holzwand mit Post-its
Dies ist eine offene Agenda vom Agile Coach Camp Austria. Die einzelnen freien Plätze für Sessions sind teilweise bereits gefüllt worden.

Mit dieser offenen Agenda ermöglicht die unConference, dass die Themenbereiche am Event behandelt werden, die die Teilnehmenden wirklich interessieren.


2. Marktplatz für Sessions

Damit die offene Agenda nicht leer bleibt, wird sie durch die Teilnehmenden gefüllt, und zwar mit dem Marktplatz. Ein üblicher Ablauf eines Marktplatzes sieht wie folgt aus:


Themen gemeinsam finden Im ersten Schritt finden die Teilnehmenden gemeinsam Themen. Dabei helfen die Hosts meist einzelnen Teilnehmenden, die noch nie an einer unConference waren oder gerade hängen.

2 Personen diskutieren und 1 Person schreibt ein Thema auf eine Karte.
An dieser unConference sind die Teilnehmenden gerade daran ihre Themen gemeinsam zu finden und auf großen Karteikarten festzuhalten.

Themen vorstellen Die Teilnehmenden stellen die gesammelten Themen einzeln vor. Dabei wird auch leicht sichtbar, welches Format die Teilnehmenden für die Sessions gewählt haben.


Session Slot auswählen Nach der Vorstellung, wählen sich die Teilnehmenden einen freien Slot auf der offenen Agenda aus und pinnen ihr Thema daran.


Eine Frau präsentiert ein Thema
Hier stellt eine Teilnehmerin gerade ihr Thema vor und wird danach einen noch freien Slot auf der offenen Agenda der unConference wählen.

Das Thema vorstellen und einen Slot für die Session auswählen wiederholt sich, bis alle Teilnehmenden ihre Themen vorgestellt und einen Slot ausgewählt haben.


Kooperativ die Agenda erstellen

Jetzt kommt der letzte und auch ein bisschen unser Lieblingsschritt. Die Teilnehmenden kommen gemeinsam zusammen und betrachten die aktuelle Agenda der unConference. Dabei ist es für sie möglich, einzelne Sessions zu verschieben, wenn die Teilnehmenden, die diese Sessions eingebracht haben, damit einverstanden sind.


Am Ende des Marktplatzes steht die Agenda für die gesamte unConference. Bei einer unConference ist es auch üblich, dass wenn sie über mehrere Tage geht, der Marktplatz an jedem Tag neu wiederholt wird. Denn es kann gut sein, dass sich am ersten Tag bereits Themen für die Teilnehmenden geklärt haben oder neue dazu gekommen sind.


3. Sessions

Ein wichtiges Merkmal einer unConference ist, dass die Teilnehmenden dazu ermutigt werden, aktiv teilzunehmen, statt nur zuzuhören. Hier kommen die Sessions ins Spiel. Sie sind Platzhalter für ein Thema und werden auf der offenen Agenda zu Beginn mit leeren Slots festgehalten.


Die Dauer einer Session kann variieren. In der Regel dauert eine Session zwischen 30 und 60 Minuten. Am Ende jeder Session ist es üblich, dass die Teilnehmenden, die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse zusammenzufassen, um sie mit dem Rest zu teilen. Am Ende einer unConference sind vielmals die Wände oder das virtuelle Whiteboard mit all den coolen Ergebnissen tapeziert.


Ein großes Plakat das Ergebnisse aus einer Session zeigt.
Auf 2 Flipcharts haben wir mit anderen die Teilnehmenden an einer unConference die Ergebnisse während einer Session festgehalten. Und ja, wir haben am Tisch geschrieben, weshalb die Texte kreuz und quer über das Papier verteilt sind 😉.

Wie eine Session von einem Teilgebenden organisiert ist, variiert. Hier die üblichsten Formate:

  • Eine Kurzpräsentation als Einstieg Eine 5 bis 15 Minuten vorbereitete Präsentation oder Einstiegsgeschichte des Sessionleitenden, hilft zum Einstieg in eine interaktive Diskussion.

  • Gruppendiskussion Die Person, die eine Session eingebracht hat, nennt ein Thema, das sie interessiert. Die anderen schließen sich dem Gespräch an und es entsteht eine interessante Diskussion.

Eine Gruppe von Menschen sitzt im Kreis mit einem Flipchartständer.
Diese Diskussion zeigt ein schönes Beispiel, wie an einer unConference eine Gruppendiskussion stattfindet. Die Menschen sitzen im Kreis, damit sie alle Stimmen gut hören und ein Flipchart steht bereit, um die Ergebnisse festzuhalten.

  • Meine Frage Eine teilnehmende Person hat eine große oder kleine Frage, auf die sie gerne eine Antwort hätte. Diese Frage wird in einer Session gestellt und die Gruppe hilft gemeinsam bei der Beantwortung dieser Frage. Dieses Format ist auch oft nur der Anfang einer Session und geht dann über, in konkrete Umsetzungsmöglichkeiten.

  • Show and Tell Ein teilgebende Person hat ein cooles Projekt oder hilfreiche Erkenntnisse aus seinem Daily Business und möchte dieses Wissen weitergeben. Eine kurze Vorstellung, wie bei der Kurzpräsentation, hilft dieses Wissen als Grundlage für eine Session weiterzugeben. Danach geht es meistens in eine tiefere Diskussion, wie die anderen Teilnehmenden dieses Wissen bei sich direkt nutzen können.

  • Learning by Doing Anders als bei Show and Tell, kann ein teilnehmende Person nicht nur ihr Wissen zeigen, sondern gleich noch einen Schritt weitergehen. Bei Learning by Doing lädt diese Person die anderen ein, etwas Neues für sich direkt anzuwenden. Bei dieser Art von Session ist es hilfreich, wenn sich diese Person einen einfachen Plan überlegt, wie sie das Wissen für bis zu 15 Personen weitergeben kann.

Eine Frau steht in der Mitte und um sie herum sitzen andere Menschen.
Eine Teilnehmerin nutzt die Session, um eine Methode von zwei weiteren Teilnehmerinnen gleich anzuwenden. Dabei unterstützen die anderen sie in der Umsetzung.

4. Guidelines

Damit eine unConference während des Events eine gute Richtung kriegt, gibt es vier Guidelines. Diese Guidelines fördern einen freien und offenen Austausch von Ideen, ohne strenge Erwartungen oder Druck an die Teilnehmenden. Die vier Guidelines sind:


  • Wer auch immer kommt, es sind genau die Richtigen Die Teilnehmenden, die sich entschieden haben, an einer bestimmten Session teilzunehmen, sind genau die Richtigen. Sie haben ein echtes Interesse oder eine Leidenschaft für das Thema. Weswegen sie auch in der Lage sind, einen wertvollen Beitrag zu leisten. Denn es geht nicht um die Quantität, sondern um die Qualität des Engagements.

2 Männer diskutieren in einem Kaffeeraum
Diese beiden Teilnehmer haben sich zu einer Session zusammengefunden. Dabei ist es nicht wichtig, wieviele in der Diskussion involviert sind, sondern dass sie einen wertvollen Beitrag leisten wollen.

  • Was auch immer passiert, es ist genau das Richtige Eine unConference hat einen spontanen Charakter. Die Diskussionen fließen auf natürliche Weise. Was auch immer das Ergebnis einer Session ist, es ist wertvoll, weil es das ist, was die Gruppe zusammen erarbeitet hat.

3 Frauen diskutieren miteinander wobei eine eine Teetasse und die andere ein Wasserglas hält. Alle 3 lachen
Diese Teilnehmerinnen freuen sich gerade über ihren Austausch. An einer unConference ist genau für solche Gespräche genügend Platz. Egal wann und wo im Rahmen der unConference.

  • Wann immer es beginnt, es ist der richtige Zeitpunkt Die offene Agenda hilft den Teilnehmenden wahrzunehmen, wo und wann eine Session stattfindet. Jetzt kann es aber sein, dass Teilnehmende früher als die geplante Session anfangen, sich intensiv über ein Thema auszutauschen. Das ist vollkommen in Ordnung, schließlich soll die Motivation und Kreativität an einer unConference gefördert werden. Gleichzeitig kann es sein, dass die Teilnehmenden einer Session nach den geplanten 30 bis 60 Minuten gerne noch länger über das Thema diskutieren möchten. Und auch das ist vollkommen in Ordnung. Das Einzige, was sein kann, ist, dass diese Gruppe den Platz wechseln darf, damit die nächste geplante Session beginnen kann.

  • Es ist vorbei, wenn es vorbei ist Die Teilnehmenden werden durch diese Guideline ermutigt, den Moment zu erleben und die Session natürlich enden zu lassen. Somit muss eine Session nicht künstlich verlängert oder verkürzt werden, um einem Zeitplan zu entsprechen.

5. Prinzip der 2 Füße

Bei einer UnConference gibt es keinen festgelegten Teilnahmezwang. Das bedeutet, wenn du das Gefühl hast, dass du in einer Diskussion gerade nichts lernen oder beitragen kannst, kannst du dich einfach auf deine "zwei Füße" verlassen und eine andere Session finden. Dies gibt dir die Freiheit, das Beste aus der unConference herauszuholen.


6. Hosts

Auch die unConference braucht ein gewisses Maß an Organisation. Diese wird durch die Hosts sichergestellt. Ein Host kann aus einer Person oder mehreren Personen bestehen.


Vor dem Event ist er dafür zuständig, dass die Teilnehmenden über den Ort, Start- und End-Zeit informiert werden. Während der unConference werden die Tätigkeiten des Hosts vielseitig, hier die fünf wichtigsten:

  • Raum schaffen Die Hosts sorgt für einen Raum, in dem sich die Teilnehmenden willkommen fühlen, austauschen und lernen können. Einen Raum für alle Beteiligten schaffen heißt, dass die Hosts die Teilnehmenden unterstützt oder auch technische Hilfsmittel und Workshopmaterial wie Stifte bereitstellen.

Viele Menschen stehen in einem Raum und halten eine Hand hoch. 2 Menschen sitzen im Vordergrund und schreiben etwas auf Karteikarten.
Zu Beginn einer unConference ist es immens hilfreich ein Warm-Up zu machen. Hier siehst du gerade wie Sandor und ich die Leute wieder zusammenholen, damit sie sich gegenseitig leichtgewichtig kennenlernen.

  • Rahmen setzen Die Hosts erklären zu Beginn von einer unConference das Format “unConference, einschließlich der Guidelines und dem Prinzip der 2 Füße. Damit setzen die Hosts einen Rahmen und stellen damit sicher, dass alle Teilnehmenden wissen, wie das Event organisiert ist und abläuft.

Sandor Kersting und Conny Jost erklären gerade etwas.
Den Teilnehmenden das Format unConference zu erklären, bereitet Sandor und mir viel Freude. Es bedeutet nämlich, dass kurz darauf immens coole Diskussionen und Ergebnisse folgen.

Meistens findet sich dieser Rahmen im Raum, in dem die unConference stattfindet, zusätzlich auf physischen oder digitalen Flipcharts wieder. Damit erleichtern die Hosts allen Teilnehmenden, diesen nochmals nachzulesen.


  • Interaktion erleichtern Die Hosts ermutigen die Teilnehmenden, sich zu beteiligen und Themen vorzuschlagen. Besonders wenn für einige Teilnehmenden das Format neu ist, hilft es oft, diese bei ihrer persönlichen Session zu unterstützen.

Sandor Kersting erklärt 2 Frauen gerade etwas
Wenn Teilnehmende das Format noch nicht gut kennen, hilft es, wenn der Host die Teilnehmenden unterstützt sich zurecht zufinden.

  • Ordnung halten Die unConference ist meistens locker und fühlt sich eher unstrukturiert an. Hier ist es die Aufgabe von den Hosts dafür zu sorgen, dass das Event reibungslos verläuft. Sie helfen dabei, die offene Agenda und den Marktplatz für Sessions zu verwalten. Zudem lenken sie die gemeinsame große Diskussion, um sicherzustellen, dass alle Teilnehmenden die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Gedanken auszudrücken.

Conny Jost und Sandor Kersting strahlen müde in die Kamera
Bei einer unConference die 2 Tage dauerte hatten wir für den 2. Tag die Location gewechselt. Damit die Teilnehmenden all ihre Ergebnisse aus den Sessions leicht wieder finden, haben Sandor und ich alle Plakate und Flipcharts zum neuen Standort gebracht und den neuen Raum damit tapeziert 😀. Und ja, so am späten Abend, nach einem intensiven unConference Tag schauen wir auch nicht mehr so top fit aus 😉.

  • Feedback sammeln Nach und während der unConference, können Hosts Feedback von den Teilnehmenden sammeln. Dieses hilft den Hosts dabei, umgehend Verbesserungen einzubringen oder sich diese für die nächste unConference mitzunehmen.

2 Flipcharts mit Feedback
Das linke Feedback haben wir während der unConference eingeholt, damit wir direkt vor Ort Verbesserungen umsetzen können. Das rechte Feedback ist ein Punkte-Feedback am Ende einer unConference, damit wir als Host den Überblick erhalten, wie die unConference insgesamt gelaufen ist.

7. Teilnehmende

Damit die unConference lebt, braucht es ganz dringend aktive Teilnehmende. Dabei nehmen sie verschiedenste Rollen ein.

  • Themengebende Die Teilnehmenden sind diejenigen, die die Themen für die Diskussionsgruppen vorschlagen. Sie bringen ihre eigenen Fragen, Herausforderungen oder Ideen ein, die sie gerne diskutieren würden. Dadurch verwandeln sich Teilnehmende in Teilgebende.

Ein Mann präsentiert mit einem Flipchart-Ständer
Ein Teilnehmer gibt hier gerade aktiv sein Wissen weiter, wodurch die anderen gemeinsam mit ihm lernen.
  • Aktive Diskussionsteilnehmende Bei einer unConference wird erwartet, dass die Teilnehmenden aktiv an den Diskussionen teilnehmen. Aktiv sein heißt auch, dass kollaborative Diskussionen durch eine offene Zusammenarbeit möglich werden.

8 Personen sitzen um einen runden Tisch und diskutieren miteinander.
In einer Session sind alle aktiv. Dabei kann es auch sein, dass teilweise sich kurzweilig kleine Diskussionsrunden wie hier ergeben. Danach werden die Erkenntnisse in der Gruppe geshart.
  • Lernende und Lehrende Alle Teilnehmenden sind an einer unConference gleichzeitig Lernende und Lehrende. Jeder bringt sein eigenes Fachwissen und seine eigenen Erfahrungen ein und lernt gleichzeitig von den anderen Teilnehmenden.

  • Netzwerkende Eine unConference bietet eine großartige Möglichkeit zum Netzwerken. Die Teilnehmenden können neue Kontakte knüpfen, bestehende Beziehungen vertiefen und vielleicht sogar zukünftige Zusammenarbeiten entdecken.

Mehrere Menschen stehen in einem Raum und diskutieren freudig miteinander
Austauschen und neue Menschen besser kennenlernen ist an einer unConference sehr leicht. Zudem entstehen dadurch neue Netzwerke, die im Business immer wieder sehr nützlich sind.
  • Feedbackgebende Die Teilnehmenden sind auch wichtige Feedbackgebende. Durch ihre Rückmeldungen können die Organisatoren und Hosts lernen, was gut funktioniert und was in Zukunft verbessert werden kann.


unConference und Unternehmensentwicklung

Eine unConference kann dir persönlich ganz direkt bei deiner Businessentwicklung weiterhelfen. Denn durch die interaktive Form einer unConference wird die Kreativität gefördert.


Dabei möchten wir 5 Punkte explizit hervorheben.

  1. Netzwerk erweitern Eine unConference bietet dir eine sehr gute Gelegenheit, dich mit Gleichgesinnten und potenziellen Partnern zu vernetzen. Du kannst deine Geschäftsideen teilen, Feedback erhalten und möglicherweise Kooperationen eingehen, die dein Business unterstützen.

  2. Neues Wissen & Skills lernen Bei einer unConference lernst du nicht nur von Experten, sondern auch von den Erfahrungen und Kenntnissen anderer Teilnehmenden. Du kannst von ihren Fehlern lernen und ihre Erfolge als Inspiration für dein eigenes Unternehmen nutzen.

  3. Neue Perspektiven inspirieren Eine unConference kann dir neue Perspektiven und innovative Ideen für dein Business liefern. In einer offenen und kreativen Atmosphäre, in der Ideen frei fließen, kannst du neue Ansätze für dich und dein Business finden.

  4. Das Business reflektieren Bei einer unConference hast du die Möglichkeit, über dein Business und dessen Entwicklung nachzudenken. Durch den Austausch mit anderen Entrepreneuren kannst du dich und dein Business reflektieren und deine nächsten Steps zur Weiterentwicklung festigen.

  5. Persönliche Entwicklung fördern Du übst dich darin, deine Ideen zu präsentieren, auf Feedback zu reagieren und mit anderen zusammenzuarbeiten. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für den Erfolg deines Unternehmens, sondern auch für deine persönliche Entwicklung von großer Bedeutung.

So nimmst du als Entrepreneur an einer unConference teil

Wenn du eine unConference gefunden hast, bei der du dabei sein willst, perfekt. Melde dich gleich an. Damit du auf die unConference gut vorbereitet bist, geben wir dir hier ein paar Tipps, auf was du achten solltest.


Vorbereitung auf die unConference

Die Vorbereitung ist recht flexibel, dennoch gibt es hier bereits 2 Tipps, die dir helfen.

  • Tipp 1: Mach dir Gedanken über das Thema Was interessiert dich beim Thema von der unConference? Gibt es vielleicht bereits Fragen, die du hast? Brainstorme für dich rund um das Thema und halte deine Gedanken auf Papier oder auf einem Miro-Board fest. Damit lädst du dich mit dem Thema vor der unConference auf und dir wird sicher eine coole Idee zu einer Session einfallen, damit du teilgebend sein kannst.

Viele Blätter die vollgeschreiben auf eine Tisch liegen
Das sind Notizen von Sandor und mir, als wir uns auf eine unConference zum Thema Purpose und Agile vorbereitet haben. Wir haben alle Gedanken und Themen für uns gesammelt, damit wir bereits mit dem Thema aufgeladen zur unConference fahren.
  • Tipp 2: Sei offen An einer unConference kann es ganz gut sein, dass du auf neue Ideen und Haltungen triffst, die dich nicht direkt ansprechen. Gib dir selbst bereits vor dem Event die Erlaubnis, dass du eine schräge Idee oder eine komplett andere Haltung, einfach mal anhörst. Dadurch machst du es dir möglich, wirklich neu zu denken und andere Perspektiven kennenzulernen. Aus unserer Erfahrung hilft es hier immens, wenn du diese Entscheidung schon vor dem Event ganz bewusst machst.

Während der unConference

Wenn die unConference startet, geht es meistens sehr schnell und der Raum ist voller motivierender Energie. Während der unConference ist es dabei hilfreich, diese Tipps zu beachten.

  • Tipp 3: Sei aktiv dabei Schlage Themen vor, leite Diskussionen, höre aktiv zu und lerne dabei. Wenn du aktiv bei der unConference dabei bist, wirst du am meisten vom Event mitnehmen. Zudem ermöglichst du auch den anderen Teilnehmenden, von dir Wissen und Skills mitzunehmen.

Conny Jost diskutiert mit einem anderen Mann am Abendsessen
Bei einem Abendessen, hier mit einem ganz lieben Teilnehmer ist die Diskussion aus einer vorhergehenden Session einfach gleich weitergelaufen. Diese Energie ist immens cool. Weshalb es so hilfreich ist, bei einer unConference aktiv dabei zu sein.
  • Tipp 4: Nutze das Prinzip der 2 Füße Wenn du realisierst, dass du bei einer Diskussion nichts lernst oder beitragen kannst, fühle dich frei, den Raum zu wechseln und eine andere Diskussion zu finden. Dabei ermöglichst du dir selbst, nicht unnötig Energie zu vergeuden.

Nach der unConference

Nach dem Event kann es sehr gut sein, dass du einfach mal zufrieden, umtriebig und müde nach Hause kommst. Wir haben für uns entdeckt, dass es drei Sachen gibt, die wir nach einer unConference typischerweise noch machen.

  • Tipp 5: Vernetz dich mit den anderen Teilnehmenden Du wirst dich vielleicht bereits während der unConference mit einigen vernetzt haben. Mit anderen hingegen, hast du dich vielleicht nur ausgetauscht und hast dir gedacht, dass du dich dann noch vernetzen wirst. In den ersten ein bis zwei Tagen nach dem Event, ist das die beste Gelegenheit. Denn deine Erinnerungen an die Person sind noch frisch und es wird dir leicht fallen, die Person anzuschreiben.


Conny Jost und Sandor Kersting lächeln in die Kamera und haben dabei ihre Headsets für onlinemeetings auf
Nach einer unConference sitzen Sandor und ich gerne zusammen und vernetzen uns online mit allen Menschen, mit denen wir danach noch Konktakt halten wollen. Damit erweitern wir unser Netzwerk mit interessanten Menschen, die wir bereits mehr kennengelernt haben.
  • Tipp 6: Erstelle dir eine Zusammenfassung von der unConference Du hast während der unConference immens viel Input bekommen, neue Möglichkeiten entdeckt und neue Erkenntnisse generiert. Fass dir all dieses Wissen zusammen an einem Ort. So erhältst du eine Übersicht über alles, was du an Mehrwert von der unConference bekommen hast.

  • Tipp 7: Lege fest, was du konkret umsetzt Die besten Ideen und Vorsätze sind nichts, wenn du sie nicht konkret umsetzt. Darum entscheide dich jetzt, was du im nächsten Monat bei dir im Business durch dein neues Wissen wirklich umsetzen willst und generiere dir dazu deine 3 Key-Steps. Damit erhöhst du die Möglichkeit, dass du in die Umsetzung kommst, immens!

Viel Papier auf einem Tisch
Tipp 6 und 7 machen Sandor und ich meistens gleich nacheinander. Hier siehst du unsere Mitschriften, die wir gleich weiterverwenden, um unsere Key-Steps für den nächsten Monat oder Quartal festzulegen.

Fazit

Okay, unConferencen unterscheiden sich definitiv von traditionellen Konferenzen. Sie bieten dir ein hohes Maß an Flexibilität und holen dich als Teilnehmende in den Mittelpunkt. Dieses Hauptmerkmal macht für uns die unConference so attraktiv. Sie nutzt das geballte Wissen von allen Personen an einem Event und lässt nachhaltige Diskussionen für die Teilnehmenden entstehen.


Dadurch ermöglicht eine unConference dir, dass du einerseits deine Erfahrungen und dein Wissen vertiefst; andererseits, dass du mit anderen Personen am Event, dein Wissen und deine Erfahrungen teilst.


Schließlich ziehst du selbst den größten Nutzen von einer unConference, wenn du aktiv teilnimmst und dir nach dem Event einen Überblick verschaffst, was du alles gelernt hast. Damit kannst du dir konkrete Steps für deine Businessweiterentwicklung festlegen, die du dann wirklich in die Tat umsetzt. Dadurch stellst du sicher, dass dein neues Wissen nicht einfach in einer Schublade oder einem digitalen Ordner verstaubt.


Conny Jost und Sandor Kersting lächeln in die Kamera und im Hintergrund stehen viele Leute
Ein cooler Moment in einem Bild eingefangen. Die Teilnehmenden tauschen sich rege aus und wir genießen als Host die Energie die durch die unConference entsteht.


Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Artikel die unConference schmackhaft gemacht haben und uns vielleicht sogar an so einer einmal gemeinsam austauschen können. Was sind deine Gedanken zu einer unConference? Schreib sie uns unten in den Kommentaren. Wir freuen uns, sie zu lesen 🤩



1 comment

Wir sind

Conny & Sandor

Conny und Sandor strahlen in die Kamera mit Headsets auf dem Kopf

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