4 Jahre später: Wie Astrids Business-Fundament heute noch trägt | Langzeit Case Study
- Conny Jost
- 4 hours ago
- 4 min read

Vor rund 4 Jahren hat Astrid Trummer mit uns ihr Business aufgebaut. Nicht irgendein Business, sondern eines, das auf einem echten Fundament steht. Kürzlich habe ich Astrid interviewt. Nicht, um ein schönes Testimonial zu bekommen, sondern um ehrlich hinzuschauen: Was ist geblieben? Was trägt noch? Und was vielleicht nicht?
Die Antworten haben Sandor und mich selbst überrascht. Denn Astrid hat nicht einfach ein Business gestartet. Sie hat sich als Unternehmerin gefunden. Und dieses Fundament wirkt bis heute.
Inhalt der Langzeit Case Study
Eine Expertin ohne Plan fürs Business
Astrid ist Kosmetikerin und Visagistin in Graz. Als sie zu uns kam, hatte sie jede Menge Können in ihrem Fach, doch keinerlei Erfahrung im Business-Aufbau. Sie hatte Ideen, hatte sich finanziell vorbereitet, machte parallel das Unternehmergründungsprogramm (UGP) und kam gleichzeitig aus einer persönlich herausfordernden Phase, die sie viel Kraft gekostet hat.
Das UGP hat ihr bei Recht und Formalitäten geholfen. Aber die eigentlichen Business-Fragen blieben offen: Welches Service soll ich wie anbieten? Wer ist meine Wunschkundin? Was darf ich verlangen? Wie gewinne ich Kunden?
Astrid beschreibt ihre Situation damals so:
"Ich wusste, dahinter ist eine schöne Lichtung, aber ich wusste nicht genau, wie ich dahin komme. Und alleine durchschlagen ist auch kacke."
Was ihr fehlte, war nicht noch mehr Informationen aus dem Internet. Es war die Sicherheit, dass die Richtung stimmt.
Was wir gemeinsam aufgebaut haben
Wir haben mit Astrid ihr Business-Fundament Schritt für Schritt erarbeitet: Service-Idee bewerten, Markt verstehen, Wunschkundin definieren, Angebot schnüren, Positionierung schärfen, Marketing planen und das Service komplett durch designen.
Drei Momente aus dieser Zeit sind mir besonders in Erinnerung geblieben.
Der Perspektivwechsel
Sandor hat Astrid gebeten, sich in ihr Sugaring hineinzuversetzen – nicht aus ihrer Sicht, sondern aus der Sicht ihrer Kundinnen. Was fühlen sie danach? Was verändert sich für sie? Astrid sagt dazu:
"Das hat so einen Knoten in meinem Gehirn aufgelöst. Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht nur die Beauty-Tante von links bin, sondern dass wirklich mehr dahintersteckt."
Die Wunschkundin
Gemeinsam haben wir die Persona "Petra" erarbeitet, eine fiktive Kundin, die genau die Frau beschreibt, die Astrid am besten bedienen kann. Vier Jahre später beschreibt Astrid ihre echten Kundinnen exakt so: Frauen zwischen 30 und 50, die über Facebook und Google zu ihr finden.
Der Businessplan
Astrid hat Best Case, Worst Case und Regular Case durchgerechnet, mit echten Marktdaten und Statistiken über potenzielle Kundinnen in Graz gemeinsam mit uns durchgerechnet. Das Ergebnis: Ihr Bankberater hat den Plan bei seiner nächsten Präsentation als Vorzeige-Beispiel hergezeigt. "Das habe ich euch zu verdanken", sagt Astrid. So ein Ergebnis kommt nicht aus YouTube-Schnipseln.
Der Start: Fast ausgebucht statt Türklinken putzen
Astrid hatte sich mental darauf eingestellt, die ersten zwei Monate in der Umgebung Klinken putzen zu gehen und ihr Business bekannt zu machen. Es kam ganz anders.
"Ich war die ersten zwei Monate relativ knackig ausgebucht. Ich hatte keinen einzigen Punkt, wo ich dachte: Shit, jetzt habe ich eröffnet und das muss ich jetzt noch machen. Es war alles vorhanden: Produkte, Kalender, Telefonnummer, alles perfekt durchorganisiert."
Am Eröffnungstag stand das gesamte Business. Kein Chaos, kein hektisches Nacharbeiten. Das Fundament hat den Start getragen und Astrid konnte sich voll auf ihre Kundinnen konzentrieren.
4 Jahre später: Was wirklich geblieben ist
Und jetzt kommt der Teil, der mich am meisten berührt hat.
Nicht alles aus unserer gemeinsamen Arbeit ist im Detail noch im Kopf. Als ich Astrid hingegen fragte, was sie noch fühlt, sagt sie:
"Das Gefühl und der Drive ist definitiv da."
Und das zeigt sich in ganz konkreten Entscheidungen, die Astrid seither eigenständig getroffen hat. Sie hat ihre Preise mehrfach erhöht, von ursprünglich 75 Euro auf 110 Euro, und für Hochzeits-Packages plant sie jetzt nochmals einen großen Zacken mehr. Sie hat Services wie Kuscheln und Frequenzausgleich aus ihrem Angebot genommen, weil sie gemerkt hat:
"Das war nicht authentisch für mich. Und meine Firma steht für Authentizität."
Sie geht regelmäßig zu Netzwerk-Events, bucht neue Ausbildungen, entwickelt ihr Angebot weiter. Und sie zieht durch die höheren Preise ein anderes Klientel an, Kundinnen, die den Wert ihrer Arbeit wirklich schätzen.
"Seit ich von 75 auf 110 Euro hoch bin, habe ich keine einzige Frage mehr gehabt, ob man am Preis was machen kann."
Das alles hat Astrid ohne uns entschieden. Eigenständig. Auf Basis des Fundaments, das wir gemeinsam gebaut haben. Und genau das fasst ihr letzter Satz im Interview perfekt zusammen:
"Ihr habt mir nicht einfach nur einmal einen Fisch gegeben, ihr habt mir gelernt, Fische zu fangen."
Was das für dich bedeuten kann
Ein Business-Fundament ist keine Einmal-Investition, die irgendwann verfällt. Es ist die Basis, auf der du jahrelang eigenständig weiterbaust, eigene Entscheidungen triffst und wächst, Schritt für Schritt.
Astrid hat das in vier Jahren bewiesen. Mit allen Höhen und Tiefen, die zum Unternehmerinnenleben dazugehören.
Wenn du gerade an einem ähnlichen Punkt stehst, voller Expertise in deinem Fach, doch noch ohne klaren Plan, wie daraus ein Business mit Kunden wird, dann schau dir unser Business LaunchPad an. In 8 Wochen bauen wir gemeinsam dein komplettes Business-Fundament auf. Individuell für dein Service, deinen Markt und deine Zielgruppe.












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