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„Warum eigentlich nicht?“ – Was wir unserem früheren Ich über Mut zur Nische sagen würden

Conny und Sandor von OverTheMaze mit Pfeil und Zielscheibe als Symbol für fokussierte Positionierung im Business
Manchmal braucht es nur eine mutige Entscheidung, um ins Schwarze zu treffen.

Dieser Blogartikel ist in der Blognacht von Anna Koschinski entstanden. Anna hat das Thema „Warum eigentlich nicht?“ mitgebracht und bei mir hat es sofort Klick gemacht. Denn genau diese Frage hat vor 4 Jahren eine Entscheidung ins Rollen gebracht, die unser Business bei OverTheMaze grundlegend verändert hat.


Es ging um die Nische. Um die Angst, sich spitzer zu positionieren und dadurch Kunden zu verlieren. Spoiler: Die Kunden, die wir „verloren“ haben, waren nie da.


Deshalb schreibe ich heute an unser früheres Ich, und ja so würde ich definitiv an uns schreiben, damit ich uns wachrütteln kann 😉. Also an Conny und Sandor, die damals noch unschlüssig waren.


Und wer die Geschichte lieber als Wirtschaftsmärchen aus dem Wirtschaftswald von mir geschrieben lesen möchte, hier entlang.



Liebe Conny 🌞, lieber Sandor 🤠 vor 4 Jahren,

ich weiß genau, wo ihr gerade steht. OverTheMaze läuft seit gut 3 Jahren. Ihr macht richtig gute Arbeit mit euren Kunden. Die Zusammenarbeit macht Freude, die Ergebnisse stimmen und ihr bekommt geniales Feedback. Dazu schon mal Gratulation 🥳!


Und trotzdem nagt da dieses Gefühl: Es müsste doch eigentlich besser laufen. Ja, ja ich weiß ihr ignoriert dieses Gefühl gerne, doch jetzt bleibt mal kurz bei mir und hört mir zu.


Eure Kommunikation nach außen ist so breit aufgestellt, dass sie für „alle Solo-Unternehmer“ passen soll. Klingt vernünftig, oder? Je breiter das Netz, desto mehr Fische. So die Theorie.


In der Praxis ist es eher so: Euer Weg ist breit genug für alle und genau deshalb kommt niemand wirklich bei euch an. Denn wenn alles für alle passt, fühlt sich niemand konkret angesprochen. Eure Botschaft geht im Rauschen unter. Und die Menschen, die wirklich perfekt zu euch passen würden? Die laufen an eurem breiten Weg vorbei, ohne ihn überhaupt zu bemerken. Wieso sollten sie auch, sie werden ja nicht direkt angesprochen.


Ich schreibe euch heute, weil ich und Sandor 4 Dinge wissen, die ihr noch nicht erkannt habt. Und weil ich mir wünsche, dass ihr den Mut findet, mehr in die Nische zu gehen. Wobei, Spoiler, ihr findet den Weg eh und zwar auf einer Parkbank in Graz 😉.


Ihr sagt „Nein“ zu Kunden, die gar nicht da sind

Ich weiß, was euch gerade am meisten Angst macht: „Wenn wir uns spitzer positionieren, verlieren wir potenzielle Kunden!“ Dieser Satz klingt so logisch. So vernünftig. So unumstößlich.


Nur: Schaut mal genau hin. Welche Kunden verliert ihr denn? Die, die gerade in Scharen bei euch anklopfen? Eher nicht, oder?


Ihr habt Angst, „Nein“ zu sagen, zu Menschen, die noch gar nicht vor eurer Tür stehen. Ihr klammert euch an ein Potenzial, das bisher vor allem eins ist: Ein Gedanke in eurem Kopf 🫢.


Und der erste Schritt in die richtige Richtung ist nicht „Nein“ zu sagen, sondern zu erkennen, dass es kein „Nein“ braucht, weil die Kunden, die ihr fürchtet zu verlieren, nie da waren. Sorry, doch diese radikale Ehrlichkeit ist jetzt mal notwendig.


Und bleibt dran, auch wenn der Brief ein bisschen länger ist, ich versprech’ euch ihr werdet von den Erkenntnissen profitieren 😊.


Die Klarheit kommt durch die Entscheidung, nicht durch die Kunden

Jetzt kommt der Teil, den ich am liebsten mag. Der Nachmittag im Park in Graz.


Ihr werdet auf einer Bank sitzen. Es ist ein entspannter Tag. Und einer von euch sagt: „Warum eigentlich nicht? Warum positionieren wir uns nicht mal spitzer? Nur auf Berater und Coaches, die 360° Business Development wirklich schätzen?"


Und dann kommt der Satz, der alles verändert: „Was kann schon passieren? Wenn es nicht funktioniert, entscheiden wir in 2 Monaten einfach neu."


So undramatisch. So leichtgewichtig. Und gleichzeitig so mutig.


Was dann passiert, ist für euch überraschend, obwohl ihr den Effekt ja schon kennt: Die Klarheit kommt sofort. Nicht erst, wenn die ersten neuen Kunden kommen. Nicht erst, wenn die Zahlen stimmen. Sondern in dem Moment, in dem ihr die Entscheidung trefft.


Plötzlich wisst ihr, für wen ihr schreibt. Eure Worte werden schärfer. Eure Botschaft wird greifbarer. Nicht weil ihr einen Copywriting-Kurs gemacht habt, sondern weil ihr innerlich klar seid. Und diese innere Klarheit strahlt nach außen. In jedem Post, in jedem Gespräch, in jeder Zeile auf eurer Website.


Geduld gehört dazu, doch die Energie ist sofort da

Jetzt muss ich direkt mit euch sein. Denn ich will euch hier kein Märchen erzählen, in dem sich über Nacht alles ändert. Okay, wenn ihr eine Wirtschaftswaldgeschichte von euren Maskottchen lest, das ist ein Märchen, jedoch mit ganz vielen realen Körnern drin 😀.


Nach eurer Entscheidung im Park werden nicht plötzlich die Anfragen hereinströmen. Eure Inbox wird nicht überquellen. Es wird keine magische Wende am nächsten Morgen geben.


Was sich sofort ändert, ist etwas anderes: Eure Energie. Der innere Shift. Dieser Drive, der sich einstellt, wenn man weiß, wohin man will. Ihr werdet aufwachen und Lust haben, an eurem Business zu arbeiten, weil sich alles stimmiger anfühlt. Weniger Reibung, mehr Fluss.


Und dann, nach ungefähr 3 Monaten, passiert es: Die Interessierten, die anklopfen, passen. Nicht alle auf einmal. Kein plötzlicher Ansturm. Aber stetig. Menschen, die sich von eurer Botschaft angesprochen fühlen, weil sie endlich klar genug ist.


Ihr stellt Hinweisschilder am Weg auf, also euer Marketing, nicht um anderen den Weg abzunehmen, sondern um zu zeigen: Hier ist jemand schon durchgekommen. Und nach und nach folgen die, die diesen Weg auch gehen wollen.


Die Entscheidung ist gar nicht so endgültig, wie sie sich anfühlt

Und zum Schluss, der vielleicht wichtigste Punkt. Denn ich kenne euch. Ihr beide denkt gerade, diese Entscheidung ist strategisch und systemisch immens relevant.


Ja, das ist sie, doch erinnert euch an euren eigenen Satz im Park: „Wenn es nicht funktioniert, entscheiden wir in 2 Monaten einfach neu. Mehr nicht.“


Dieser Satz nimmt euch den ganzen Druck raus (das wird übrigens nicht das letzte Mal sein 😁). Denn eine Positionierung ist keine Tätowierung. Sie ist eine Richtung, die ihr einschlagt. Und wenn der Weg nicht passt, biegt ihr ab. So einfach.


Also, liebe Conny, lieber Sandor: Traut euch. Nicht weil es garantiert funktioniert, sondern weil „Warum eigentlich nicht?“ die ehrlichere Frage ist als „Was könnte passieren?“


Der mutigste Schritt ist der erste. Danach wird jeder weitere leichter.


Eure Conny, 4 Jahre, später


P.S.: Spoiler – Ihr musstet euch nach 2 Monaten nicht neu entscheiden 😉. Die Nische Berater, Coaches und Experten passt super zu euch.



Der erste Schritt wartet nicht auf Perfektion

Wenn ich mir diese Geschichte heute so durchlese, fällt mir auf: Unser größtes Hindernis war nie der Markt. Es waren nicht die Kunden. Es war nicht einmal die Positionierung selbst.


Es war die Annahme, dass der Weg komplexer ist, als er tatsächlich ist.


Genau das erleben wir auch bei den Unternehmern, mit denen wir heute arbeiten. Die Angst vor der Veränderung fühlt sich oft größer an als die Veränderung selbst.


Und manchmal braucht es nur drei Worte, um ins Gehen zu kommen: „Warum eigentlich nicht?“


Wenn du diese Reise lieber als Wirtschaftsmärchen erleben möchte, in der Funkenschweif 🐿️ und Glitzerfeder 🦉 genau denselben Mut aufbringen müssen, die Wirtschaftswaldgeschichte „Die Lichtung, die auf 'Warum eigentlich nicht?' wartete wartet schon.


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Conny & Sandor

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