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Ein lächelnder Sandor mit Glatze und orangefarbenem Hemd zeigt mit dem Finger auf ein "?", das eine lächelnde Conny mit blondem, hochgestecktem Haar in einem hellgrünen Oberteil in ihren Händen hält.

144 results found with an empty search

  • 6 Jahre später: Wie ein innerer Kompass Andreas Business bis heute leitet | Langzeit Case Study

    6 Jahre später: Wie Werte und Purpose Andreas Business bis heute leiten. Andrea Haring war unsere allererste Kundin. Als wir damals gemeinsam gestartet haben, waren Sandor und ich gerade nach unserer Gründung. Sechs Jahre sind seitdem vergangen. Kürzlich habe ich Andrea interviewt, nicht für ein poliertes Testimonial, sondern mit einer ehrlichen Frage: Was ist von unserer gemeinsamen Arbeit wirklich geblieben? Ihre Antwort hat mich berührt. Weil sie zeigt, dass ein Fundament manchmal ganz anders wirkt, als man es plant. Tiefer. Stiller. Und genau deswegen so tragfähig. Inhalt der Langzeit Case Study Eine Facilitatorin auf der Suche nach ihrer Basis Was wir gemeinsam aufgebaut haben Wo Andrea heute steht Was das für dich bedeuten kann Eine Facilitatorin auf der Suche nach ihrer Basis Andrea ist Facilitatorin. Sie begleitet Führungskräfte und Organisationen durch Veränderungsprozesse, mit einer ganz besonderen Mischung aus Klarheit, Ehrlichkeit und Menschlichkeit. Als sie zu uns kam, wusste sie genau, was sie kann. Was ihr fehlte, war keine fachliche Kompetenz, sondern eine sichtbare Basis: Was ist mein Purpose? Welche Werte leiten mich? Wohin soll dieses Business eigentlich wachsen? Andrea beschreibt das so:  "Ich habe mitbekommen, dass die Arbeit mit euch mir so eine sichtbare Basis gegeben hat, auf die ich mich immer wieder rückbezogen habe, bewusst und unbewusst." Sie war als Selbstständige in einer Situation, die viele kennen: Voller Expertise, doch ohne die innere Klarheit in ein greifbares Business-Fundament übersetzt. Was wir gemeinsam aufgebaut haben Wir haben Schritt für Schritt erarbeitet, was Andrea als Unternehmerin ausmacht, von innen nach außen. Ihren Purpose, ihre Werte, ihr Mission Statement, ihr Business-Modell. Drei Dinge die Andrea besonders in Erinnerung geblieben sind: Die Holzplatten Wir haben Andrea’s Werte auf Holzplatten erarbeitet – physisch, greifbar, anfassbar. Heute hängen diese Werte als Mobile in ihrem Büro. Nicht in einer Schublade. Sichtbar, jeden Tag. Andrea sagt: "Die Erarbeitung der Werte hat mir so einen Kompass gegeben. Das war Orientierung." Der Purpose "Wirken durch Sein" – so hat Andrea damals ihren Purpose formuliert. Sechs Jahre später hat sich der Satz leicht weiterentwickelt: "Wirken im Sein." Der Kern ist derselbe geblieben, nur gereift. Wie Andrea selbst. Der Business-Purpose Im Interview liest Andrea ihren Purpose-Satz nochmals vor und prüft ihn live gegen ihr heutiges Business: "Weil ich meine Zeit auf Erden sinnvoll nutzen und meine Begabungen verantwortungsvoll leben will, begleite ich mutige Menschen und Organisationen, Ideen und Lösungen zu finden, lebendig und freudvoll, damit mehr und mehr Menschen Herausforderungen in die Hand nehmen."  Ihre Reaktion: "Voll. Passt. Trifft." Nach sechs Jahren. Das ist die Kraft einer Basis, die wirklich von innen heraus erarbeitet wird. Wo Andrea heute steht Die Zahlen allein erzählen schon eine Geschichte. Andrea ist ausgebucht, ihre Termine reichen bis 2027. Seit einem Dreivierteljahr arbeitet sie bewusst nur noch dreieinhalb Tage pro Woche, weil ihr die Lebensqualität und die Zeit mit ihren Kindern wichtiger als noch mehr Umsatz ist. Was mich jedoch am meisten beeindruckt: Andrea sagt Nein. Zu großen, lukrativen Aufträgen, die nicht zu ihr passen. Zu Unternehmen, die nicht ihren Werten entsprechen. Sie hat Supervisionen und Wirtschaftsmediationen aus ihrem Angebot gestrichen, weil sie gemerkt hat, dass Tagebündel für Workshops und Programme viel stimmiger sind. "Zu meinem Erfolg gehört definitiv dazu, ganz klar zu wissen: Was will ich machen, was will ich nicht machen, mit wem will ich arbeiten, mit wem nicht. Entscheidungen treffen und völlig klar sein." Diese Klarheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie kommt von einem Fundament, auf dem Andrea seit sechs Jahren baut. Was wirklich geblieben ist Nicht jedes Detail aus unserer Zusammenarbeit ist Andrea im Kopf geblieben. Doch das Wesentliche? Das war nie weg. "Das hat mir so eine Basis gegeben, die jetzt noch stimmt. Das finde ich spannend, dass die jetzt noch stimmt, nach sechs Jahren." Die Werte hängen im Büro. Der Purpose lebt. Der Business Purpose leitet jede Entscheidung, ob Andrea einen Auftrag annimmt oder ablehnt, ob sie eine neue Ausbildung bucht oder ihr Angebot verändert. Und am Ende des Interviews sagt Andrea einen Satz, der mich nicht mehr losgelassen hat: "Ich empfehle allen, die sich selbstständig machen, diesen Prozess zu gehen, weil es so viel bringt, von so einer Basis aus zu starten." Was das für dich bedeuten kann Ein Business-Fundament ist nicht nur ein Dokument oder ein Workshop-Ergebnis. Es ist dein Kompass – einer, der dir hilft, Entscheidungen zu treffen, Nein zu sagen, wenn es nicht passt, und Ja, wenn es stimmt. Andrea hat das in sechs Jahren bewiesen. Nicht mit einer spektakulären Wende, sondern mit einer stillen, konstanten Klarheit, die ihr Business von Anfang an getragen hat. Wenn du gerade an dem Punkt stehst, wo du weißt, was du kannst, jedoch noch nicht, wie du daraus ein Business mit einem tragfähigen Fundament baust, dann buch dir mit uns einen gemeinsamen Call. In diesem Call helfen wir dir zu entscheiden, welcher Weg zu dir passt. Individuell für dich, dein Service, deinen Markt und deine Werte. Mit Klick auf den Button kommst du direkt auf unsere Buchungsseite

  • 4 Jahre später: Wie Astrids Business-Fundament heute noch trägt | Langzeit Case Study

    Von der Idee zum ausgebuchten Business und warum das Fundament heute noch trägt Vor rund 4 Jahren hat Astrid Trummer mit uns ihr Business aufgebaut. Nicht irgendein Business, sondern eines, das auf einem echten Fundament steht. Kürzlich habe ich Astrid interviewt. Nicht, um ein schönes Testimonial zu bekommen, sondern um ehrlich hinzuschauen: Was ist geblieben? Was trägt noch? Und was vielleicht nicht? Die Antworten haben Sandor und mich selbst überrascht. Denn Astrid hat nicht einfach ein Business gestartet. Sie hat sich als Unternehmerin gefunden. Und dieses Fundament wirkt bis heute. Inhalt der Langzeit Case Study Eine Expertin ohne Plan fürs Business Was wir gemeinsam aufgebaut haben Der Start: Fast ausgebucht statt Türklinken putzen 4 Jahre später: Was wirklich geblieben ist Was das für dich bedeuten kann Eine Expertin ohne Plan fürs Business Astrid ist Kosmetikerin und Visagistin  in Graz. Als sie zu uns kam, hatte sie jede Menge Können in ihrem Fach, doch keinerlei Erfahrung im Business-Aufbau. Sie hatte Ideen, hatte sich finanziell vorbereitet, machte parallel das Unternehmergründungsprogramm (UGP) und kam gleichzeitig aus einer persönlich herausfordernden Phase, die sie viel Kraft gekostet hat. Das UGP hat ihr bei Recht und Formalitäten geholfen. Aber die eigentlichen Business-Fragen blieben offen: Welches Service soll ich wie anbieten? Wer ist meine Wunschkundin? Was darf ich verlangen? Wie gewinne ich Kunden? Astrid beschreibt ihre Situation damals so:  "Ich wusste, dahinter ist eine schöne Lichtung, aber ich wusste nicht genau, wie ich dahin komme. Und alleine durchschlagen ist auch kacke." Was ihr fehlte, war nicht noch mehr Informationen aus dem Internet. Es war die Sicherheit, dass die Richtung stimmt. Was wir gemeinsam aufgebaut haben Wir haben mit Astrid ihr Business-Fundament Schritt für Schritt erarbeitet: Service-Idee bewerten, Markt verstehen, Wunschkundin definieren, Angebot schnüren, Positionierung schärfen, Marketing planen und das Service komplett durch designen. Drei Momente aus dieser Zeit sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Der Perspektivwechsel Sandor hat Astrid gebeten, sich in ihr Sugaring hineinzuversetzen – nicht aus ihrer Sicht, sondern aus der Sicht ihrer Kundinnen. Was fühlen sie danach? Was verändert sich für sie? Astrid sagt dazu:  "Das hat so einen Knoten in meinem Gehirn aufgelöst. Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht nur die Beauty-Tante von links bin, sondern dass wirklich mehr dahintersteckt." Die Wunschkundin Gemeinsam haben wir die Persona "Petra" erarbeitet, eine fiktive Kundin, die genau die Frau beschreibt, die Astrid am besten bedienen kann. Vier Jahre später beschreibt Astrid ihre echten Kundinnen exakt so: Frauen zwischen 30 und 50, die über Facebook und Google zu ihr finden. Der Businessplan Astrid hat Best Case, Worst Case und Regular Case durchgerechnet, mit echten Marktdaten und Statistiken über potenzielle Kundinnen in Graz gemeinsam mit uns durchgerechnet. Das Ergebnis: Ihr Bankberater hat den Plan bei seiner nächsten Präsentation als Vorzeige-Beispiel hergezeigt. "Das habe ich euch zu verdanken" , sagt Astrid. So ein Ergebnis kommt nicht aus YouTube-Schnipseln. Der Start: Fast ausgebucht statt Türklinken putzen Astrid hatte sich mental darauf eingestellt, die ersten zwei Monate in der Umgebung Klinken putzen zu gehen und ihr Business bekannt zu machen. Es kam ganz anders. "Ich war die ersten zwei Monate relativ knackig ausgebucht. Ich hatte keinen einzigen Punkt, wo ich dachte: Shit, jetzt habe ich eröffnet und das muss ich jetzt noch machen. Es war alles vorhanden: Produkte, Kalender, Telefonnummer, alles perfekt durchorganisiert." Am Eröffnungstag stand das gesamte Business. Kein Chaos, kein hektisches Nacharbeiten. Das Fundament hat den Start getragen und Astrid konnte sich voll auf ihre Kundinnen konzentrieren. 4 Jahre später: Was wirklich geblieben ist Und jetzt kommt der Teil, der mich am meisten berührt hat. Nicht alles aus unserer gemeinsamen Arbeit ist im Detail noch im Kopf. Als ich Astrid hingegen fragte, was sie noch fühlt, sagt sie: "Das Gefühl und der Drive ist definitiv da." Und das zeigt sich in ganz konkreten Entscheidungen, die Astrid seither eigenständig getroffen hat. Sie hat ihre Preise mehrfach erhöht, von ursprünglich 75 Euro auf 110 Euro, und für Hochzeits-Packages plant sie jetzt nochmals einen großen Zacken mehr. Sie hat Services wie Kuscheln und Frequenzausgleich aus ihrem Angebot genommen, weil sie gemerkt hat: "Das war nicht authentisch für mich. Und meine Firma steht für Authentizität." Sie geht regelmäßig zu Netzwerk-Events, bucht neue Ausbildungen, entwickelt ihr Angebot weiter. Und sie zieht durch die höheren Preise ein anderes Klientel an, Kundinnen, die den Wert ihrer Arbeit wirklich schätzen. "Seit ich von 75 auf 110 Euro hoch bin, habe ich keine einzige Frage mehr gehabt, ob man am Preis was machen kann." Das alles hat Astrid ohne uns entschieden. Eigenständig. Auf Basis des Fundaments, das wir gemeinsam gebaut haben. Und genau das fasst ihr letzter Satz im Interview perfekt zusammen: "Ihr habt mir nicht einfach nur einmal einen Fisch gegeben, ihr habt mir gelernt, Fische zu fangen." Was das für dich bedeuten kann Ein Business-Fundament ist keine Einmal-Investition, die irgendwann verfällt. Es ist die Basis, auf der du jahrelang eigenständig weiterbaust, eigene Entscheidungen triffst und wächst, Schritt für Schritt. Astrid hat das in vier Jahren bewiesen. Mit allen Höhen und Tiefen, die zum Unternehmerinnenleben dazugehören. Wenn du gerade an einem ähnlichen Punkt stehst, voller Expertise in deinem Fach, doch noch ohne klaren Plan, wie daraus ein Business mit Kunden wird, dann schau dir unser Business LaunchPad an. In 8 Wochen bauen wir gemeinsam dein komplettes Business-Fundament auf. Individuell für dein Service, deinen Markt und deine Zielgruppe. Mit Klick auf den Button kommst du direkt auf die Seite von unserem Service "Business Launchpad".

  • Immer neue Taktik, gleiche Auftragslage: 3 Warnsignale, an denen Berater und Coaches erkennen, dass sie am falschen Hebel drehen

    Wir helfen dir, den Blick von außen auf dein Business zu werfen. LinkedIn-Strategie geändert, Funnel überarbeitet, Angebot umformuliert, vielleicht sogar einen neuen Kanal ausprobiert und nach Wochen das ernüchternde Ergebnis:  Die Auftragslage ist immer noch dieselbe. Dieses Muster erleben gerade viele Solo-Unternehmer.  Laut ifo-Institut klagt aktuell fast jeder zweite Selbstständige über zu wenig Aufträge. Es liegt also nicht daran, dass du zu wenig tust. Doch wenn sich trotz Dauereinsatz nichts bewegt, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf eine unbequeme Frage: Bewegst du vielleicht den falschen Hebel? In diesem Artikel findest du 3 konkrete Warnsignale, an denen du erkennst, ob du gerade nur Pflaster klebst oder tatsächlich an der echten Ursache arbeitest. Inhalt des Artikels: Pflaster oder System-Lösung: Warum das den Unterschied macht Selbstcheck: 3 Warnsignale, dass du am falschen Hebel drehst Wo liegt dein richtiger Hebel? Dein nächster Schritt Pflaster oder System-Lösung: Warum das den Unterschied macht Die Reaktion auf zu wenig Aufträge ist bei den meisten Solo-Unternehmern ähnlich: neues Marketing, neue Positionierung oder neuer Kanal. Das klingt logisch und fühlt sich produktiv an. Doch wenn die Ursache tiefer liegt, ist jede dieser Maßnahmen ein Pflaster auf eine offene Wunde. Es hilft kurz, dann blutet es wieder. Noch mehr Post-its werden den Umsatz nicht retten, wenn das Loch im System steckt, hilft kein Pflaster an der Oberfläche. Der Unterschied ist folgender:  Eine Pflaster-Lösung  behandelt das Symptom. Zum Beispiel: „Ich brauche mehr Sichtbarkeit, also poste ich häufiger."  Eine System-Lösung  behandelt die Ursache. Zum Beispiel: „Mein Angebot löst kein dringendes Problem, deshalb konvertiert meine Sichtbarkeit nicht in Aufträge." Ein Beispiel, das ich in unserem Netzwerk beobachtet habe:  Eine Beraterin hat monatelang ihre Art zu netzwerken optimiert, weil sie überzeugt war, dort sitze ihr größter Engpass. In Wirklichkeit war ihr Angebot lediglich nice-to-have und kein must-have. Egal wie gut sie netzwerkte, es konnte nicht greifen, weil das Loch woanders war. Und genau hier hilft ein Bild:  Dein Business ist wie ein Eimer, der deine Energie hält. Pflaster kleben die Außenseite zu, doch das Loch bleibt weiter bestehen. Solange du es nicht findest, läuft der Eimer immer weiter leer, egal wie viel du nachgießt, weil das Pflaster nicht nachhaltig ist. Selbstcheck: 3 Warnsignale, dass du am falschen Hebel drehst Angebot neu formuliert, nächster Zoom-Call organisiert und trotzdem bleibt die Auftragslage gleich? Dann liegt der Hebel woanders. Warnsignal 1: Du änderst die Taktik, doch das Ergebnis bleibt gleich In den letzten Monaten hast du vielleicht von Instagram zu LinkedIn gewechselt, deinen Funnel umgebaut oder dein Angebot neu verpackt. Und jedes Mal dachtest du: Jetzt wird es besser. Doch die Auftragslage hat sich kaum verändert. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass das Problem nicht auf der Taktik-Ebene liegt. Denn wenn verschiedene Maßnahmen zum gleichen Ergebnis führen, stimmt etwas eine Ebene tiefer nicht. Die eigentliche Frage ist dann nicht „Welcher Kanal ist der richtige?", sondern „Stimmt die Reise meiner Interessenten vom Erstkontakt bis zur Kaufentscheidung überhaupt?" Warnsignal 2: Du investierst 80 % in Akquise – mit magerem Ergebnis Der Großteil deiner Woche geht für Kundengewinnung drauf: Inhalte erstellen, Kontakte pflegen, Erstgespräche führen. Und trotzdem steht der Output in keinem Verhältnis zum Aufwand. „Ich renne und renne – aber komme nicht vom Fleck" – so beschreiben es viele Solo-Unternehmer. Wenn der Aufwand hoch ist und das Ergebnis niedrig, ist oft nicht die Akquise selbst das Problem – sondern das, was davor kommt. Deine Positionierung, deine Angebotsstruktur oder wie Interessenten den Wert deiner Arbeit wahrnehmen. Die Akquise kann erst greifen, wenn diese Grundlagen stimmen. Warnsignal 3: Du spürst instinktiv, dass etwas Grundlegenderes nicht stimmt Da ist dieses nagende Gefühl: „Irgendetwas Entscheidendes übersehe ich." Du kannst es nicht genau benennen, doch du spürst, dass deine aktuellen Maßnahmen nicht an den Kern herankommen. Dieses Gefühl hat meistens richtig. Es signalisiert, dass du als Teil deines eigenen Systems blinde Flecken hast, die eine Selbstdiagnose fast unmöglich machen. In unserer Arbeit sehen wir dabei immer wieder 5 typische System-Blindspots, die Solo-Unternehmer ausbremsen:  Fehlende strategische Richtung Ständig neu erfundene Abläufe Ein Angebot, das Interessenten nicht zum Handeln bewegt Marketing & Sales ohne messbares System, und  Ein Geschäftsmodell, in dem mehr Umsatz automatisch mehr Arbeit bedeutet.  In jedem Business ist meistens einer davon besonders aktiv und genau der raubt die meiste Energie. Wo liegt dein richtiger Hebel? Ich liefere dir hier bewusst keine fertige Lösung. Denn der richtige Hebel steckt selten dort, wo du ihn vermutest, er versteckt sich im Zusammenspiel deiner Business-Systeme. Erinnerst du dich an den Eimer?  Das Loch findest du nicht, indem du schneller Wasser nachgießt. Du findest es, indem du den Eimer umdrehst und von außen draufschaust. Und genau das ist alleine extrem schwierig, weil du eben mitten im System steckst. Was ich dir mitgeben kann: Wenn du dich in einem oder mehreren dieser Warnsignale wiedererkannt hast, dann hör auf, an der Oberfläche zu optimieren. Der nächste sinnvolle Schritt ist nicht die nächste Taktik, sondern ein ehrlicher Blick unter die Oberfläche. Dein nächster Schritt Genau dafür haben wir unseren kostenlosen Workshop geschaffen: „Der Blindspot-Check: Wo steckt dein Business fest?" In 90 Minuten am 25. März 2026  schauen wir gemeinsam unter die Oberfläche. Du durchläufst unseren Energie-Blindspot-Check, verstehst den Unterschied zwischen Pflaster- und System-Lösung an deinem eigenen Business und definierst einen konkreten ersten Schritt, den du direkt danach umsetzen kannst. Kein BlahBlah, sondern echte Klarheit. 👉 Jetzt kostenlos für den 25.03. anmelden!

  • Frühjahrsmüdigkeit im Business: 1 Frage, die Solo-Unternehmern zeigt, ob ihre Erschöpfung ein Business-Signal ist

    Pause hilft nicht? Dann ist es kein Energie-Problem – sondern ein Business-Signal. Draußen wird es heller, die ersten warmen Tage locken und alle reden von Aufbruch und Neustart. Doch du sitzt an deinem Schreibtisch und fragst dich: Warum fühle ich mich so leer? Erstmal die gute Nachricht: Du bist damit nicht allein. Laut einer Umfrage des Emnid-Meinungsforschungsinstitut  berichten 39 % der Frauen und 22 % der Männer über Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit im Frühling. Dein Körper stellt gerade seinen Hormonhaushalt um , der Melatonin-Spiegel ist vom Winter noch erhöht, die Serotonin-Produktion läuft erst langsam an. Doch bei Solo-Unternehmern kommt oft etwas anderes obendrauf. Etwas, das nicht nach ein paar Wochen von alleine verschwindet. Dieser Artikel gibt dir eine Frage, mit der du erkennst, was bei dir jetzt im Frühling gerade wirklich los ist. Inhalt des Artikels: Frühjahrsmüdigkeit vs. Business-Müdigkeit: Zwei Arten von Erschöpfung Deine Energie als Signal: Der Batterietester Wenn die Antwort „Ja" ist Frühjahrsmüdigkeit vs. Business-Müdigkeit: Zwei Arten von Erschöpfung Die Frühjahrsmüdigkeit  ist biologisch und betrifft viele Menschen. Sie äußert sich durch Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, Antriebslosigkeit und manchmal Kreislaufbeschwerden. Nach etwa zwei bis vier Wochen  hat sich dein Körper an die neuen Lichtverhältnisse angepasst, mit Bewegung, frischer Luft und etwas Geduld pendelt sich alles wieder ein. Unangenehm, doch vorübergehend. Frühling für alle, doch nicht alle tragen den gleichen Rucksack. Bei der Business-Müdigkeit  ist es etwas anderes. Sie ist nicht biologisch, sondern systemisch. Und sie geht nicht durch eine Pause weg. Und bevor du hoffst, dass ich dir jetzt einen Zauberstab 🪄 gegen Business-Müdigkeit gebe … das kann ich leider nicht. Doch wie zeigt sich Business-Müdigkeit im Daily-Business. Machen wir mal 3 Beispiele: Du kommst aus einem langen Wochenende zurück, bist erholt und hast frische Energie getankt. Dann öffnest du deinen Kalender und die Schwere ist sofort zurück. Kaum Anfragen für die nächsten Wochen. Der Blick auf die kommenden Monate fühlt sich an wie ein Stein auf der Brust. Du sitzt am Freitagnachmittag am Laptop, schraubst zum dritten Mal an deiner LinkedIn-Strategie und merkst: Die Ergebnisse bleiben gleich frustrierend mager. Die Müdigkeit, die du danach spürst, hat nichts mit der Jahreszeit zu tun. Mittwochs beim Abendessen fragt dein Partner: „Und, wie läuft's?" und du weichst aus, weil du selbst keine gute Antwort hast. Das zehrt. Das alles sind keine Frühlingsgefühle. Laut dem deutschen ifo-Institut  klagt fast jeder zweite Selbstständige über zu wenig Aufträge. Das ist kein saisonales Phänomen, das ist ein systemisches Problem. Deine Energie als Signal: Der Batterietester Die meisten reagieren auf Erschöpfung mit einem von zwei Reflexen: „Ich muss mich zusammenreißen" oder „Ich brauch erstmal Pause, dann wird's besser." Beides greift leider zu kurz, wenn es nicht die Frühjahrsmüdigkeit ist. Deine Energie kannst du dir sehr gut mit einem “Batterietester” anzeigen, im minimalistischen Halbkreis-Diagramm mit einer Skala von rot (leer) bis grün (voll) und einem Zeiger der den Stand anzeigt. Die Frühjahrsmüdigkeit schiebt den Zeiger kurzzeitig Richtung rot. Doch nach ein paar Wochen pendelt er von alleine zurück ins Grüne. Wenn es sich hingegen um Business-Müdigkeit handelt, hält den Zeiger dauerhaft im roten Bereich fest. Egal wie viel du schläfst, spazieren gehst oder Urlaub machst. Er bewegt sich einfach nicht dauerhaft in den grünen Bereich. Wenn sich deine Erschöpfung nicht durch Erholung löst, zeigt dir das etwas Wichtiges: In deinem Business-System stimmt etwas nicht. Nicht an dir als Person. Dein Business von außen sehen, statt von innen weiter im Kreis drehen. Und genau hier kommt die eine Frage, die du dir stellen kannst: „Kommt meine Erschöpfung zurück, sobald ich an mein Business denke, egal wie ausgeruht ich gerade bin?" Wenn deine Antwort Nein  ist: Dann gönn dir die Pause, beweg dich, gib dem Frühling ein paar Wochen. Es ist biologisch und geht vorbei. Wenn deine Antwort Ja  ist: Dann ist es kein Energie-Problem. Dann zeigt dir dein Körper, dass dein Business-System dich auslaugt und kein Spaziergang der Welt wird das ändern. Wenn die Antwort „Ja" ist Dann brauchst du keinen Urlaub. Du brauchst Klarheit darüber, wo in deinem Business die Energie verpufft. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass du bereit bist, an der richtigen Stelle hinzuschauen, statt weiter an Symptomen herumzudoktern. Von der endlosen To-do-Liste zur klaren 90-Tage-Roadmap Zwei Fragen, die dir dabei helfen, genauer hinzusehen: In welchem Bereich deines Business steckst du aktuell am meisten Energie rein und die gewünschten Ergebnisse bleiben aus? Welche Aufgabe schiebst du seit Wochen vor dir her, weil sie sich sinnlos anfühlt? Deine ehrlichen Antworten darauf zeigen dir bereits die Richtung. Und wenn du tiefer einsteigen willst, gibt es einen einfachen Weg. Der Blindspot-Check Workshop am 25.03.  Wenn du genau wissen willst, wo deine Energie gerade verpufft: In unserem kostenlosen Workshop machen wir das in 90 Minuten sichtbar, mit einem strukturierten Energie-Blindspot-Check und deinem konkreten ersten Schritt. Kein BlahBlah, sondern Klarheit in deinem Business-System. → Jetzt kostenlos für den 25.03. anmelden

  • 12. März 2025 in 12 Business-Bildern

    Heute ist mal wieder ein genialer Tag, denn es ist ein Tag der in letzter Zeit bei Sandor und mir sehr selten war. Wir haben heute keinen einzigen Termin und das genieße ich natürlich in vollen Zügen. Versteh mich nicht falsch. Ich liebe unsere Kundentermine, doch es ist auch mal schön einen Tag für sich zu haben. So können wir das machen, wo teilweise gerne mal liegen bleibt, oder am frühen Morgen/späten Abend von uns erledigt wird. Deswegen wünsche ich dir jetzt viel Spaß beim Erleben von unserem Daily Business ohne Termine 😉. Heute ist ein cooler Frühlingstag, denn es ist schon richtig warm. Die Sonne reflektiert sich an der gelben Hausmauer und ja, bei mir kommen die Frühlingsgefühle auf. Unterwegs besorge ich vom Sorger für uns einen kleinen Kuchen, damit wir beim Mittagessen ein süßes Dessert haben, um einfach zu feiern, dass es OverTheMaze gibt und wir so richtig zufrieden sind. Während ich mit dem Auto nach Graz fahre höre ich ganz gespannt meinem Hörbuch "House of Night" zu, denn ich weiß, es sind die letzten 20 Minuten. Danach darf ein neues Hörbuch den Platz einnehmen. Vielleicht auch mal was komplett anderes zum Beispiel "Weltordnung im Wandel" von Ray Dalio. Derweil ich in die Stadt fahre, weiß ich, dass Sandor bereits fleißig am Video aufnehmen. Hier siehst du auch, wie er es mit richtig viel Freude macht. Ich freu’ mich, dass wir gemeinsam den Rahmen in OverTheMaze geschaffen haben, dass er unseren YouTube-Channel aufbaut. Doch nicht mehr lange und Sandor ist nicht mehr alleine in unserem YouTube-Channel, doch dazu später mehr. Falls du den letzten 12 und 12 gelesen hast , hast du ja schon gesehen, dass ich jetzt angefangen habe auf LinkedIn Artikeln zu schreiben. Es macht richtig viel Spaß und die Artikel schreiben sich auch sehr leicht. Doch das Publishing auf LinkedIn lässt leider zu wünschen übrig, denn die Editier-Seite auf LinkedIn ist für mich so unintuitiv, dass ich jedes mal froh bin, wenn ich "Publish" klicken darf 😅. Während ich mich still und heimlich über LinkedIn liebevoll ärgere sitzt Sandor ganz konzentriert an seinem neuen Video und macht den Rohschnitt mit DaVinci Resolve. Bevor es dann Richtung Sport geht, plane ich noch unseren wöchentlichen Newsletter. Dieser wird dieses Mal um das Interview gehen, das ich letztes Jahr mit Martin Steiner gemacht und heute auf unserem Blog veröffentlicht habe. Falls dich das Thema Kultur als Solo-Unternehmer interessiert, empfehle ich dir das Interview zu lesen oder zu hören . Martin hat einige gute direkt anwendbare Tipps zum Thema Kultur. Yepp, wir sehen schon weniger geschafft aus, als letzten Monat. Und wir sind nun auch einen Schritt weiter, weil wir regelmäßig unser HIIT-Workout tracken. Diese Gewohnheit haben wir seit Anfang des Jahres wieder bei uns auferstehen lassen. Sie hat mir auch geholfen zum Theme Business-Gewohnheit wieder mal was hervorzukramen, das ich eigentlich schon lange kenne. Neugierig? Dann lies gerne meinen Artikel von letzter Woche zu diesem Thema: In 10 Minuten gestartet, 7 Stunden gewonnen: Wie ich mir als Unternehmerin Fitness zur täglichen Habit gemacht habe und was das jetzt mit LinkedIn zu tun hat 😉 oder genieße eine Wirtschaftswald-Geschichte zu diesem Thema von mir: Zweiundzwanzig Striche im Januar – Glitzerfeders persönliches Geschenk Und ja, jetzt darfs nach dem feinen Mittagessen etwas Süßes sein 😊. Übrigens hat das Mittagessen Sandor gekocht, derweil ich an diesem Artikel geschrieben habe. Da wir fast immer selbst unser Mittagessen kochen, kann es gut sein, dass eben Sandor oder ich ab und zu alleine, statt gemeinsam, kochen. Dadurch hat der andere noch Raum zum Arbeiten, wenn er möchte. Und ja das wollte ich heute 😇. Mit neuer Energie mache ich mich daran, das Feedback zu meinen Ideen für mögliche Videos, durchzugehen. Denn ich habe ja eingangs gemeint, dass Sandor Verstärkung auf dem YouTube-Channel bekommt … Das bin ich 😁. Sozusagen ein Lehrling in Sachen Videos. Damit ich nicht bei null starte, habe ich 11 Blog-Artikel ausgewählt, für die ich mir eben Feedback eingeholt habe, wie gut diese sich transferieren lassen. Ich bin mal gespannt was ich jetzt dann alles lesen werde dazu! Und jetzt kommt die eigentliche Arbeit, auf die ich mich gefreut habe. Sandor nimmt die Rolle des Lehrmeisters ein und ich höre aufmerksam zu, wie ich mein Video sinnvoll und rasch für YouTube editieren kann. Falls du die Ergebnisse von mit und Sandor miterleben willst, schau mal auf unseren YouTube-Channel vorbei und abonniere ihn gerne 😉. Nun am Ende des Tages ist auch langsam unser cooler English in the Pub fertig. Barbara organisiert seit Jahren diesen Abend.Einfavh zusammen kommen und Englisch reden. Und jetzt geht's nach Hause und ich sag merci 💚, dass du unseren Tag miterlebt hast. Du hast gerade einen Einblick bekommen, wie wir unser Business leben – individuell, effektiv und mit Freude. Du möchtest das auch für dich? Dann hol dir unsere regelmäßigen Impulse für Solo-Unternehmer, die ihr Business mit mehr Leichtigkeit und weniger Rätselraten führen wollen 🤩. Mit dem Klick auf den Button kommst du direkt zur Newsletter-Anmeldeseite.

  • Interview mit Martin Steiner: Die Stimme deines Business entdecken – Wie Kultur dein Solo-Unternehmerleben formt

    Wie du deine Business-Kultur bewusst gestaltest (Fotografin: Angela Regenbrecht) Kultur ist eine unsichtbare Kraft. Sie ist einfach da, wirkt permanent und prägt jeden Moment deines Business-Lebens, ob du es merkst oder nicht. Als ich mich mit Kulturexperte Martin Steiner zum Interview traf, wurde mir das selbst nochmals richtig bewusst. Besonders als ich plötzlich merkte, wie sich meine Stimme verändert, wenn ich vom Hochdeutschen ins Schweizerdeutsche wechsle. Ein kleines Detail mit großer Wirkung. Martin Steiner ist Kulturentwickler und zeigt Solo-Unternehmern, wie sie ihre ganz eigene Business-Kultur bewusst gestalten können. In unserem Gespräch, das du übrigens am Ende dieses Artikels in voller Länge anhören kannst 😀, haben wir drei Dimensionen der Business-Kultur beleuchtet: Wie Kultur dein Business unbewusst prägt, wie du deine eigene Micro-Kultur bewusst gestaltest und wie du professionell mit unterschiedlichen Kundenkulturen umgehst. Denn Jeder Solo-Unternehmer, jeder Coach, jeder Berater lebt bereits eine Kultur. Die Frage ist nur, ob du sie bewusst gestaltest oder einfach passieren lässt. Also schnapp dir einen Tee 🍵, mach mit Martin und mir eine kleine Kulturreise!  Inhalt des Interviews: Die unsichtbare Kraft – Wie Kultur dein Solo-Business prägt Der Kultur-Kompass – Deine eigene Micro-Kultur bewusst gestalten Kultur-Clash vermeiden – Mit unterschiedlichen Kundenkulturen umgehen Deine Kultur-Reise beginnt heute Die unsichtbare Kraft – Wie Kultur dein Solo-Business prägt Der AB-Moment: Wenn du deine eigene Stimme zum ersten Mal hörst Erinnerst du dich noch an das erste Mal, als du deine eigene Stimme auf einem Anrufbeantworter gehört hast? Dieses "So klinge ich?" – Martin brachte genau dieses Beispiel und traf damit den Nagel auf den Kopf. Wir hören uns selbst anders, weil wir unser eigener Resonanzkörper sind. Von außen klingt unsere Stimme völlig anders als von innen. Genau so verhält es sich mit unserer Business-Kultur. Wir leben sie jeden Tag, sind mittendrin, unser eigener Resonanzkörper. Doch wie wirkt sie nach außen? Wie nimmt sie unser Gegenüber wahr? Diese Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung ist der erste Schritt zur bewussten Kulturgestaltung. Die unbewusste Kultur des Einzelunternehmers "Ich arbeite alleine von zu Hause, ich habe keine Firmenkultur", ein Trugschluss, den Martin im Interview sofort entkräftet. Du stehst morgens auf, gehst abends ins Bett und dazwischen regelst du deinen Tag in deiner ganz speziellen Art und Weise. Das IST bereits deine Kultur. Die Art und Weise, wie du Dinge tust. Kultur bedeutet nicht, dass du ein Großraumbüro mit Tischkicker brauchst. Es geht darum, WIE du arbeitest, WIE du kommunizierst, WIE du Entscheidungen triffst. Ob du E-Mails sofort oder gebündelt beantwortest. Ob du "Falls du Zeit hast …" schreibst oder "Ich freue mich auf unser Gespräch". Jede dieser kleinen Entscheidungen formt deine Business-Kultur. Meine Schweizerdeutsch-Erkenntnis 😉 Während des Interviews habe ich selbst einen Aha-Moment geteilt. Als ich Martin erklärte, wie sich meine Stimme verändert, wenn ich ins Schweizerdeutsche wechsle, denn plötzlich habe ich mehr Volumen, mehr Präsenz. Nicht weil ich lauter werde, sondern weil ich in meiner Muttersprache viel mehr trainiert bin. Es ist meine natürliche Kommunikationskultur. Martin nickte wissend: "Es entspricht deinem Wesen." Diese simple Erkenntnis war augenöffnend. Wenn ich authentisch in meiner Kultur bin, wenn ich bei meinem Wesen bleibe, dann bin ich automatisch präsenter, kraftvoller und überzeugender. Ohne Anstrengung und ohne eine Rolle zu spielen. " Wenn du ganz bei dir selbst bist, bist du voll in deiner Kraft. " – Martin Steiner Die zwei Dimensionen deiner Business-Kultur Martin unterscheidet zwei essenzielle Dimensionen, die jeder Solo-Unternehmer direkt oder indirekt lebt: Die Kultur mit sich selbst und die Kultur mit anderen. Beide sind untrennbar verbunden. Die Kultur mit dir selbst zeigt sich in deinen Routinen, deiner Selbstorganisation, deinem inneren Dialog. Wie sprichst du mit dir, wenn ein Projekt schiefgeht? Wie strukturierst du deinen Arbeitstag? Die Kultur mit anderen wird sichtbar in deiner Kommunikation, deinem Auftreten, deiner Art der Zusammenarbeit. Beides beeinflusst sich gegenseitig. " Kultur ist die Art und Weise, wie wir etwas tun. Nicht nur die Kommunikationskultur, sondern auch die Prozesskultur. " – Martin Steiner Je mehr du dich verbiegst, desto mehr Energie kostet es dich. Eine simple Wahrheit mit weitreichenden Folgen für dein Business. Der Kultur-Kompass – Deine eigene Micro-Kultur bewusst gestalten Martins 3-Schritte-Methode für Solo-Unternehmer Im Interview teilte Martin eine genial einfache Methode, um die eigene Kultur bewusst wahrzunehmen. Nimm dir nach einem Kundengespräch oder einer wichtigen Präsentation kurz Zeit und stelle dir drei Fragen: 1. Wie kommuniziere ich? (Denken) Wie habe ich über das Gespräch gedacht? War ich bei mir oder habe ich eine Rolle gespielt? Martin empfiehlt, sich in die Situation zurückzuversetzen und bewusst wahrzunehmen, was im Kopf ablief. 2. Wie fühlt sich das in meinem Körper an? (Körper) War ich entspannt oder angespannt? Wo im Körper spüre ich noch die Nachwirkungen? Die Information ist im Körper gespeichert, wir müssen “nur” hin spüren. 3. Welche Emotion nehme ich wahr? (Seele) War ich glücklich, traurig, wütend oder gelassen? Welches Gefühl dominierte? Diese drei Ebenen laufen immer parallel ab. Martin erklärt es so: "Wir sind nicht nur Kopfmenschen, wir sind nicht nur Gefühlsmenschen. Wir sind immer alles." Der Trick ist, diese Ebenen einzeln zu betrachten und dann wieder zusammenzuführen. So entsteht ein vollständiges Bild deiner gelebten Kultur. Kultiviert reifen: Ein neuer Blick auf Business-Entwicklung Martins Motto "Kultiviert reifen. Im Einklang veredeln. Exzellenz leben." ist mehr als ein schöner Spruch. Es ist eine Philosophie für Business-Entwicklung, die ich unglaublich inspirierend finde. Kultiviert reifen bedeutet: Du weißt, WIE du etwas tust und kannst es bewusst verändern. Wie beim Fahrradfahren, am Anfang ist’s noch holprig, nach Jahren organisch. Martin erklärt es am Beispiel der eigenen Stimme: "Wenn ich weiß, wie ich klinge, kann ich trainieren, anders zu klingen." Nach einer Weile wird die neue Art zu sprechen natürlich. " Kultiviert reifen. Im Einklang veredeln. Exzellenz leben. " – Martin Steiners Motto Veredeln statt optimieren, das ist ein wichtiger Unterschied und Martin kann es leicht erklären: Optimierung klingt nach Druck und Perfektion. Veredelung ist ein organischer Prozess. Dein tausendstes Kundengespräch wird anders sein als dein erstes. Nicht weil du dich verbiegst, sondern weil du gereift bist.  Der Video-Hack für deine Selbstreflexion Auf meine Eingangs-Frage nach der Zeitkapsel hatte Martin eine coole Antwort: ein Video.  Denn ein Video gibt die Möglichkeit in einer Zeitkapsel nicht nur etwas Persönliches zugeben, sondern zeigt ganz automatisch, wie wir sprechen und wie wir uns dabei verhalten. Es regt einfach viel mehr Sinne an, als nur ein Text, Bild oder Ton.  Sein praktischer Tipp: Nimm dich nach wichtigen Gesprächen kurz selbst auf Video auf. Sprich aus, was du denkst und fühlst. Dann schau es dir an. Du wirst erstaunt sein, was du über deine Kultur erfährst. Wie ist deine Stimme? Deine Körpersprache? Dein Gesichtsausdruck? Diese Videoaufnahmen sind wie ein Spiegel deiner Business-Kultur. Du siehst nicht nur, WAS du sagst, sondern WIE du es sagst. Martin nutzt diese Methode selbst: "Man kann wahrnehmen, ob ich dabei lächle oder eben nicht. Man kann sehen, ob ich meine Hände verwende." Von der Rolle zum Selbst sein Eine der kraftvollsten Erkenntnisse aus dem Gespräch: Wenn du eine Rolle spielst, um zu verkaufen, kostet das immens viel Energie. Martin formuliert es treffend: "Wenn du selbst bist, musst du keine Rolle spielen. Du bist voll in deiner Kraft." Das bedeutet konkret: Deine Webseite sollte so klingen, wie du sprichst. Deine E-Mails sollten deine Art widerspiegeln. Dein Angebot sollte zu deinem Wesen passen. Klingt simpel, doch bei Solo-Unternehmern passiert gelegentlich das Gegenteil, sie verstellen sich, um 'professioneller' zu wirken. Martin warnt auch vor der Tool-Falle: "Nur weil alle dir suggerieren, das ist das Beste, was es jemals gab, heißt das nicht, dass es wirklich das Richtige für dich ist." Prüfe bei jeder Methode, jedem Tool: Passt das zu meinem Wesen? Fällt es mir leicht? Oder muss ich ständig Energie hineintragen? Kultur-Clash vermeiden – Mit unterschiedlichen Kundenkulturen umgehen Die ersten 10 Minuten: Kulturerkennung im Erstgespräch Martin hat eine besondere Gabe: Er erkennt die Kultur seines Gegenübers in den ersten zehn Minuten. Sein Geheimnis? Er redet nicht über sich, sondern stellt eine Frage. " Ich stelle eine Frage zu etwas, wo ich das Gefühl habe, das könnte diese Person gerade interessieren. " – Martin Steiner Dann hört er achtsam zu, und zwar nicht nur auf den Inhalt. "Mein Fokus liegt auf der Art und Weise, wie es gesagt wird. Auf der Art und Weise, wie das Problem wahrgenommen wird. Ist da Schmerz oder schon Begeisterung?" Diese Beobachtung verrät mehr über die Kultur des Gegenübers als jede Selbstbeschreibung. Red Flags erkennen Auf meine Frage nach kulturellen Red Flags war Martin erfrischend ehrlich: "Das habe ich regelmäßig." Nicht jeder passt zu jedem, und das ist völlig in Ordnung. Seine Red Flags sind klar: Fehlende Offenheit beim Gegenüber. Keine Bereitschaft zur Veränderung. Oder wenn jemand nur sendet, nicht empfängt, diese monologischen Gespräche, bei denen man nur abnicken darf. " Ohne die Offenheit auf der anderen Seite merke ich, das ist für uns beide ein Zeitverlust. " – Martin Steiner Ein Beispiel aus unserem eigenen Gespräch: Martin hatte einmal einen Termin mit mir verpasst. Meine Reaktion darauf nachfragen statt einer vorwurfsvolle Message. Das zeigte ihm sofort unsere Kultur-Kompatibilität (Zum Glück, sonst wäre dieses coole Interview nicht zustande gekommen 😉). Der professionelle Ausstieg Was tun, wenn es kulturell nicht passt? Martin hat eine klare Strategie: Ehrlichkeit und Empfehlung. In einer halben Stunde kann er erkennen, was der Mensch gegenüber wirklich braucht. Passt es nicht zu ihm, empfiehlt er aus seinem Netzwerk jemand anderen. "Ich arbeite, wenn Rahmenbedingungen passen für mich selbst und mein Gegenüber", sagt Martin. Wenn nicht, formuliert er klar, welche Kulturaspekte und Rahmenbedingungen ideal für die Person wären und hilft bei der weiteren Suche. Das ist professionell und wertschätzend. Musterunterbrechung bei Kultur-Konflikten Manchmal gerät man in Gespräche, die sich anfühlen wie ein ablaufendes, nicht zu stoppendes Programm. Martins Rat: Unterbrich das Muster. "Ich schaffe eine Musterunterbrechung, indem ich ehrlich sage: Ich merke, das führt nicht weiter." Das braucht Mut, spart jedoch beiden Seiten wertvolle Lebenszeit. Martin formuliert es drastisch und dennoch treffend: "Ich gebe mich nicht dem System hin, also was beim Gegenüber passiert. Das verschwendet letztlich meine Lebenszeit und auch die der anderen Person." Im Interview ergänzte ich selbst: Wenn du das Gespräch beendest, schenkst du dem anderen seine wertvolle Zeit zurück und dir selbst auch. Die Wunschkunden-Verbindung Die schönste Erkenntnis zum Schluss: Wenn die Kultur passt, wird alles leicht. Martin beschreibt es wie Magnetismus: "Wir gehen in einen Raum und merken genau, welche Menschen uns anziehen wie ein Magnet." Diese intuitive Anziehung basiert auf vielen Jahren Kulturerfahrung, die Martin mit sich trägt. Wenn die Rahmenbedingungen für beide Seiten stimmen, "wird es einen relativ leichten Austausch geben. Dann ist eine hohe, effiziente Prozessgeschwindigkeit zu erwarten." Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Bei einem Netzwerktreffen zum Thema Experience Management bildeten sich automatisch zwei Gruppen: Konzern-Angestellte und Solo-Unternehmer. Niemand hatte darüber gesprochen, doch wir fanden uns durch unsere Art zu kommunizieren, also durch unsere gelebte Kultur. Die Lehre daraus: Wenn du dich komplett an die Kultur deiner Kunden anpasst, die eigentlich nicht zu dir passt, wird es früher oder später anstrengend. Es kostet Energie, die du besser in Kunden investierst, deren Kultur zu deiner passt. Deine Kultur-Reise beginnt heute Kultur ist keine Konzern-Sache. Sie ist deine tägliche Realität als Solo-Unternehmer. Du lebst sie in jedem Kundengespräch, in jeder E-Mail, in jeder Entscheidung. Die entscheidende Frage ist nicht, ob du eine Kultur hast, sondern ob du sie bewusst gestaltest. Die wichtigste Erkenntnis aus meinem Gespräch mit Martin: Du bist bereits der Resonanzkörper deiner Business-Kultur. Genau wie bei deiner Stimme auf dem Anrufbeantworter nimmst du dich selbst anders wahr als andere dich wahrnehmen. Der erste Schritt zur Veränderung ist diese Diskrepanz zu erkennen. Was verändert sich, wenn du deine Kultur bewusst gestaltest? Du ziehst die richtigen Kunden an, also die, mit denen die Zusammenarbeit leicht fließt. Du sparst Energie, weil du keine Rolle mehr spielst. Du arbeitest effizienter, weil deine Tools und Methoden zu deinem Wesen passen. Kurz: Dein Business-Leben wird leichter und freudvoller. Höre dir jetzt das vollständige Interview mit Martin Steiner an und entdecke noch mehr Impulse für deine eigene Kultur-Entwicklung. Und dann? Dann fang an. Kultiviert zu reifen. Im Einklang zu veredeln. Exzellenz zu leben. Das gesamte Interview zum genießen 😀. Höre hier das vollständige, inspirierende Gespräch mit Martin Steiner über die Kraft der Business-Kultur Du möchtest mehr über Martin Steiner erfahren? Verbinde dich mit ihm auf LinkedIn und entdecke seine Kulturgespräche. Er liebt es, ins Gespräch zu kommen, nimm einfach Kontakt auf und vereinbare einen Termin für dein persönliches Gespräch. “Und jtz, eifach nomau merci vieu mau Martin für das geniale Gspräch zämä. Weu Kultur isch immer do und macht vorauem o Spaß !🤩” (Auf Deutsch: “Und jetzt, einfach nochmals vielen Dank Martin für das geniale Gespräch zusammen. Denn Kultur ist immer da und mach vorallem auch Spaß!”)

  • Zweiundzwanzig Striche im Januar – Glitzerfeders persönliches Geschenk

    50 Striche auf einer Birkenrinde und Funkenschweif will wissen, was dahintersteckt. Der März hatte in der Nacht einen ersten zaghaften Atemzug getan. Noch nicht warm, doch das Licht, das durch das Fenster der Baumhöhle fiel, hatte eine andere Farbe als im Februar. Irgendwie heller und neugieriger. Glitzerfeder saß am Fensterbrett, beide Schwingen um seine dampfende Tee-Tasse geschlossen, und schaute in den Wald hinaus. Die Birken am Waldrand standen noch kahl da, abgesehen von den ganz ganz kleinen Knospen an den Ästen. Funkenschweif wollte Glitzerfeder gerade daran erinnern, dass er die Morgenrunde machen muss, da sah sie eine Botschaft vor ihrer Tür, eine kleine, ordentlich gefaltete Rindenkarte mit Rindenschlags geschwungener Schrift: "Guten Morgen ihr zwei! Ich übernehme heute eure Morgenrunde am Silbersee. Ruht euch aus. Ihr habt euch das verdient. – R." "Eine Stunde!", rief Funkenschweif, die Karte schwingend. "Rindenschlag schenkt uns eine ganze Stunde! Wir könnten das Notiz-Rindenbrett aufräumen, die drei offenen Angebote fertigschreiben, die Eichelkammer neu sortieren, und wenn wir uns beeilen, schaffe ich noch …" "Funkenschweif." Glitzerfeder hatte sich nicht umgedreht. Er sprach ruhig, fast beiläufig, den Blick noch immer auf die Birken gerichtet. "Mmh?", entgegnete Funkenschweif unruhig. "Schau mal kurz her." Sie trat an das Fensterbrett und folgte seinem Blick. Dann bemerkte sie es: An der Wand neben dem Fenster hing ein kleines Stück helle Birkenrinde. Darauf waren Striche zu sehen, also ganz viele kleine Striche, ordentlich in zwei Gruppen gruppiert. "Was ist das?", fragte sie neugierig. "Januar", sagte Glitzerfeder und zeigte auf die erste Gruppe. "Zweiundzwanzig Striche." "Und die Zweite?" "Februar. Achtundzwanzig." Funkenschweif beugte sich näher. "Was bedeuten die Striche?" Glitzerfeder trank einen Schluck Tee, bevor er antwortete. "Jeden Morgen, bevor ich die erste Anfrage lese. Bevor das Daily Business beginnt. Trete ich vor die Tür, schaue auf den Wald und atme durch. Zehn Minuten. Nur ich und unser wunderschöner Wirtschaftswald. Kein Rindenbuch, kein Plan, kein Kunde." Er zeigte auf das Birkenrindenstück. "Jeder Morgen an dem ich mir die Zeit nehme, bekommt einen Strich." Funkenschweif brauchte einen Moment. "Seit Januar? Das habe ich nie bemerkt." "Du schläfst noch, wenn ich rausgehe", sagte er mit einem kleinen Lächeln. "Aber … wozu?", fragte sie. Nicht skeptisch. Wirklich neugierig. Glitzerfeder legte seine Tasse ab und drehte sich jetzt zu ihr um. "Du kennst das doch. Die Tage, an denen wir um sechs schon mitten im Problem stecken. Wo der erste Gedanke des Tages schon ein Brandherd ist. Wie treffe ich dann Entscheidungen?" Er schüttelte den Kopf. "Aus dem Chaos heraus. Aus der Erschöpfung." Funkenschweif nickte langsam. "Diese zehn Minuten", fuhr er fort, "die gehören mir. Die schenke ich mir. Danach kann kommen, was will." Funkenschweif sah sich die Striche noch einmal an. Zweiundzwanzig. Achtundzwanzig. Eine unscheinbare Zahl. Eine große Zahl. "Und an schlechten Tagen?" "Dann sind es zwei Minuten", sagte er. "Ich stehe trotzdem auf. Ich trete trotzdem raus. Ich schaue auch nur kurz. Doch ich gehe." Er zeigte auf das Brett. "Es geht nicht darum, wie lange. Es geht darum, wie oft. Der Strich zählt genauso." Funkenschweif öffnete den Mund, um etwas zu sagen und schloss ihn wieder. Dann öffnete sie ihn nochmals. "Ich fange auch an! Heute noch. Und ich starte außerdem ein Morgen-Eicheljournal, und die Wochenstimmungs-Rinde, und jeden zweiten Tag ein kurzes …" "Ach Funkenschweif" seufzte Glitzerfeder und hob eine Schwinge.  Verwirrt schaute Funkenschweif zu ihm: "Was den, willst du nicht, dass ich mit dir am Morgen rauskomme?" "Doch, doch. Darf ich dir zuvor kurz von Silberohr erzählen?" Funkenschweif runzelte die Stirn. "Wer ist Silberohr?" "Eine junge Mäusin, der ich mal dabei geholfen habe ihre Upcycling-Expertise zu einem Unternehmen weiterzuentwickeln" Er ließ sich auf den Hocker sinken. "Silberohr hatte eine Gewohnheit, die funktionierte. Eine einzige, gute, echte Gewohnheit. Und dann hat ihr jemand gratuliert. Und dann wollte sie noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Und weißt du, was mit allen passiert ist?" Stille. "Irgendeinmal war es für sie zuviel und alle sind umgefallen?", frage Funkenschweif leise. "Genau, alle", bestätigte Glitzerfeder. "Weil sie den Fokus verloren hat. Weil zu viele Gewohnheiten keine Gewohnheiten mehr sind, sondern ein neues Chaos." Funkenschweif sah ihn lange an. Dann ließ sie sich auf den Hocker gegenüber sinken. Glitzerfeder stand auf, öffnete die kleine Lade unter dem Fensterbrett und legte etwas auf den Tisch. Ein Lindenblatt, gefaltet. Darauf, in seiner ruhigen, präzisen Schrift: "Mein Ziel. Mein Versprechen. Meine Unterschrift." Glitzerfeders Vertrag mit sich selbst liegt auf dem Tisch. "Das ist mein Vertrag mit mir selbst", sagte er schlicht. "Ich habe ihn im Januar geschrieben, bevor ich den ersten Strich gemacht habe. Nicht für den Wald. Für mich. Damit mein heutiges Ich weiß, warum mein zukünftiges Ich meine Morgengewohnheit braucht." Funkenschweif las die Zeilen langsam durch. Dann faltete sie das Blatt behutsam wieder zusammen und legte es zurück. Die Stunde, die Rindenschlag ihnen geschenkt hatte, war fast vergangen. Irgendwo am Silbersee hörte man sein fröhliches Hämmern. Das Licht durch das Fenster war noch eine Nuance heller geworden. Funkenschweif griff nach einem frischen Lindenblatt, das auf dem Tisch lag. Sie rollte es zwischen den Pfoten. Sie schrieb noch nicht, doch sie dachte nach. Glitzerfeder und Funkenschweif schauen gemeinsam in den erwachenden Wirtschaftswald. Und draußen, an der Wand neben dem Fenster, warteten die kleinen Striche geduldig, bereit, einen neuen dazuzubekommen. Morgen früh, vor dem ersten Eicheltee und zwar von Glitzerfeder und Funkenschweif. Was würdest du dir schenken, wenn du eine Stunde hättest und sie wirklich dir ganz alleine gehört?

  • In 10 Minuten gestartet, 7 Stunden gewonnen: Wie ich mir als Unternehmerin Fitness zur täglichen Habit gemacht habe und was das jetzt mit LinkedIn zu tun hat 😉

    Mein neues tägliches Ritual, auch mit Sandor zusammen 😉. Anna Koschinski hat bei ihrer Blognacht einen wunderschönen Impuls in den Raum gestellt: "Glückwunsch! Du bekommst eine Stunde geschenkt."  Ich saß da, habe kurz innegehalten und bin sofort ins fröhliche Nachdenken geraten. Ich liebe es, anderen Menschen etwas zu schenken und ihnen damit eine Freude zu machen. Doch in diesem Moment habe ich mich ernsthaft gefragt: Wann habe ich mir eigentlich das letzte Mal selbst etwas geschenkt? Die Antwort kam schneller als erwartet. Eine Stunde schenken bedeutet für mich: Ich schenke mir Energie.  Und genau darum dreht sich dieser Artikel. Inhalt des Artikels: Eine Stunde geschenkt und was ich damit gemacht habe 10 Minuten. Mehr wollte ich gar nicht. Die Matte liegt schon auf dem Boden noch vor dem 1. Kaffee Das Paradoxon: Weniger ist manchmal mehr Jänner: 5 Stunden. Februar: 7 Stunden. Ich war selbst überrascht. Und jetzt? LinkedIn bekommt seine Stunde. Deine geschenkte Stunde, was machst du daraus? Eine Stunde geschenkt und was ich damit gemacht habe Der Impuls von Anna hat mich direkt an ein Objective erinnert, das ich mir in unseren OKRs für OverTheMaze in diesem Quartal gesetzt habe: Bewegung & Energie:  Ich fühle mich fit und kraftvoll in meinen Bewegungen, während ich durch bewusste Pausen für anhaltende mentale Frische sorge. Mein OKR Q1 Dashboard mit dem Objective "Bewegung & Energie" mit allen 4 Key Results. Damit ich dieses Ziel in Q1 tatatsächlichrreiche, habe ich mir 4 Key Results gesetzt. Eines davon lautet:  Workout-Frequenz Ich mache pro Woche erfolgreich 5x ein Workout (HIIT, Cardio Yoga oder Barre-Workout). Eine Stunde zu bekommen bedeutete für mich also: Zeit, über meine Energie nachzudenken. Und über die Gewohnheit, die ich gerade aufbaue, um genau den Raum dafür zu haben. 10 Minuten. Mehr wollte ich gar nicht. Ende Dezember habe ich entschieden, wieder regelmäßig Sport zu machen. Aber ich wollte es diesmal anders angehen als früher. Ich wollte keinen übermotivierten Start mit direkt der Zielzeit von 20-Minuten-Workout hinlegen, um dann gleich eine Woche später wieder nichts zu machen. Ich habe bewusst klein angefangen. 10 Minuten.   Das war meine Habit Line – meine persönliche Untergrenze. Das Ziel war nicht, das perfekte Workout zu absolvieren, sondern schlicht und einfach: jeden Tag auf der Matte zu stehen 😀. Hinter diesem Ansatz steckt die 2-Minuten-Regel : Eine neue Habit soll sich so einfach anfühlen, dass man sie gar nicht nicht machen kann. Erst wenn die Habit sitzt, steigert man die Dauer. Und genau das habe ich gemacht. Aus 10 Minuten wurden 12, dann 15, dann 18 - und heute bin ich 20 Minuten. Die Matte liegt schon auf dem Boden noch vor dem 1. Kaffee Eine Habit allein durch Willenskraft aufrecht zu erhalten, ist mühsam. Ich habe deshalb zwei konkrete Ankerpunkte in meinen Morgen eingebaut. Vor dem ersten Kaffee  lege ich die Fitnessmatte auf den Boden. Das ist mein Trigger, eine kleine, simple Handlung, die meinem Gehirn sagt: jetzt ist Bewegungszeit. Die Matte liegt einfach da. Ich muss nichts entscheiden. Und nach dem Workout  höre ich ganz bewusst Musik, also 1 Lied, etwas, das ich sonst am Morgen nie mache. Das ist meine Belohnung. Diese Kombination nennt sich Temptation Building : Eine Aktivität, die sich gut anfühlt, wird direkt mit der neuen Habit verknüpft. So entsteht eine positive Erwartungshaltung statt Widerstand. Der Effekt ist erstaunlich: Die Matte auf dem Boden reicht mittlerweile, dass ich nicht überlege zu kneifen. Kein Nachdenken, kein Verhandeln mit mir selbst 😉. Das Paradoxon: Weniger ist manchmal mehr Natürlich gab es Tage, an denen die Motivation einfach nicht da war. So ein Morgen, an denen ich am liebsten die Matte schnell wieder weggeräumt hätte. Was mich gerettet hat? Ich hab’ nicht aufgehört, ich bin zurückgegangen.  Auf 10 Minuten, also meine Basis (meine Habit Line). Anstatt zu denken "heute schaffe ich das nicht", habe ich mir erlaubt: "Heute reichen 10 Minuten vollkommen." Und dann kam der Wozu-Gedanke : Wozu mache ich das? Nicht aus Pflicht, sondern weil ich mir Energie schenken will. Weil ich kraftvoll und fit durch unser Business gehen möchte. Das hat mich wieder auf die Matte gebracht, auch an schwierigen Tagen. Das Paradoxon beim Habit-Aufbau: Wer immer 100% gibt, gibt oft bald 0% . Wer sich erlaubt, manchmal 50% zu geben, bleibt langfristig dabei. Jänner: 5 Stunden. Februar: 7 Stunden. Ich war selbst überrascht. Ende Februar habe ich mal nachgesehen, wie viel ich mich eigentlich bewegt habe. Und ich war wirklich überrascht. Im Jänner: 5 Stunden Fitness. Im Februar: 7 Stunden.  Das mag auf den ersten Blick nicht riesig klingen. Doch wenn ich bedenke, dass ich mit 10 Minuten täglich begonnen habe, dann ist das eine Menge geschenkte Energie. Die Journey App von DownDog zeigt was kleine, tägliche Schritte in zwei Monaten bewirken können. Mein Oura Ring zeigt es noch deutlicher: Seit Jänner ist meine Aktivität sichtbar hochgegangen im Vergleich zu den Monaten davor. Kleine Schritte, täglich wiederholt, das ergibt eine coole Summe 😀. Der durchschnittliche Kalorienverbrauch lügt nicht: Seit Jänner ist meine Aktivität deutlich gestiegen. Der Pfeil zeigt genau den Wendepunkt. Und das Beste daran: Ich habe mir diese Zeit nicht abgezweigt, ich habe sie mir geschenkt.  Jeden Morgen, in kleinen Portionen, mit Musik danach. Und jetzt? LinkedIn bekommt seine Stunde. Während ich bei Annas Blognacht über den Impuls nachgedacht habe, ist mir klar geworden: Genau dieselbe Methode, die meine Fitness-Habit aufgebaut hat, kann ich jetzt auf einen Wunsch an mich in unserem Business übertragen. Mein nächstes Ziel: Eine tägliche LinkedIn-Habit aufbauen.  Kommentieren, präsent sein, Verbindungen knüpfe, und zwar regelmäßig und ohne Overload. Und dieser Artikel hier? Er ist mein Startschuss. Durch die Reflexion beim Schreiben habe ich gemerkt: Ich weiß bereits, wie es geht. Klein anfangen. Einen Trigger setzen und eine kleine Belohnung damit verknüpfen. Und wenn’s Mal weider an Motivation mangelt, gehe ich einfach auf meine Habit Line zurück. Die Fitness-Habit hat mir wieder mal gezeigt: Es funktioniert.  Jetzt bin ich gespannt, was in zwei Monaten in meiner LinkedIn-Statistik steht. Deine geschenkte Stunde, was machst du daraus? Eine Stunde geschenkt zu bekommen, klingt nach Luxus. Dabei steckt sie oft in kleinen, täglichen Entscheidungen:  Fange klein an und bleib dran. Schenke dir etwas, das dir Energie gibt. Ob Fitness, Schreiben, Lesen oder, wie bei mir bald, täglich auf LinkedIn: Das Prinzip ist immer dasselbe.  Und jetzt bist du dran: Welche Habit willst du dir schenken?  Schreib sie in die Kommentare, ich bin ehrlich gespannt, was bei dir gerade wartet, um gestartet zu werden.

  • Mangelndes Selbstvertrauen" steht nicht in der LinkedIn-Bio: Mit diesen 3 Frameworks erkennst du als Berater oder Coach deine idealen Kunden online – auch ohne direkte Interaktion

    Ideale Kunden kennen ist eine Sache. Sie online erkennen, ohne direkte Interaktion, ist die eigentliche Meisterdisziplin. Du hast Zeit investiert, Energie reingesteckt, vielleicht sogar mal Unterstützung geholt und deine Positionierung erarbeitet. Dein idealer Kunde ist ausgearbeitet: seine Ängste, seine Wünsche, seine inneren Blockaden. Du kennst ihn in- und auswendig und kannst dich in ihn reinversetzen. Und trotzdem: Die Aufträge bleiben aus. Das ist kein Zufall. Und es ist auch nicht deine Schuld. Das Problem liegt eine Ebene tiefer. Denn zwischen deinem idealen Kunden zu kennen und ihn in der Online-Welt tatsächlich zu erkennen, ohne direkte Interaktion, liegt ein riesiger Unterschied. Einer, den die meisten Berater und Coaches unterschätzen. In diesem Artikel nehme ich dir eine weitverbreitete Illusion und zeige dir gleichzeitig 3 Frameworks, die dir helfen, deine idealen Kunden online zu finden, auch wenn „fehlende Klarheit" nirgendwo in ihrer LinkedIn-Bio steht. Inhalt des Artikels: Die Illusion des perfekten Filters Als wir selbst in dieser Falle saßen Die 3 Frameworks, die dir helfen, deine idealen Kunden online zu erkennen Framework 1: Trigger Events & Window of Dissatisfaction Framework 2: Linguistic Inquiry and Word Count – LIWC Framework 3: Signaling Theory & Honest Signals Weiche Faktoren sind nicht unsichtbar – sie sind nur anders sichtbar Die Illusion des perfekten Filters Ich wette, du kennst diesen Moment. Du öffnest den LinkedIn Sales Navigator, willst endlich systematisch vorgehen und tippst los: Branche, Unternehmensgröße, Jobtitel, Region. Vielleicht noch „Senior" oder „selbstständig". Und dann scrollst du durch eine Liste von Profilen und denkst: „Ja, könnte passen. Oder auch nicht." Das Problem ist nicht der Sales Navigator. Das Tool macht genau das, wofür es gebaut wurde: Es filtert nach harten, sichtbaren Merkmalen. Doch dein idealer Kunde erkennt sich nicht an seinem Jobtitel. Er erkennt sich an dem, was ihn nachts wachhält. „Fehlende Klarheit über die nächsten Schritte" lässt sich nicht eintippen. „Innerlich erschöpft vom ständigen Ausprobieren ohne Ergebnis" ist kein Filterkriterium. Und „weiß, dass er etwas ändern muss, traut sich aber nicht" erscheint in keiner Dropdown-Liste dieser Welt. Jobtitel rein, echte Wünsche raus? So funktioniert der LinkedIn Sales Navigator leider nicht. Genau da liegt die Falle. Viele Berater und Coaches bauen ein detailliertes Profil ihres idealen Kunden, das psychologisch tief und emotional präzise ist und versuchen dann, dieses Profil mit Werkzeugen zu finden, die nur die Oberfläche lesen können. Das ist ungefähr so, als würdest du mit einem Metalldetektor nach Emotionen suchen. Die eigentliche Disziplin ist nicht, deinen idealen Kunden zu kennen. Die eigentliche Meisterdisziplin ist, ihn in der Online-Welt zu erkennen, ohne dass er dir sagt, wer er ist. Und dafür brauchst du andere Werkzeuge. Als wir selbst in dieser Falle saßen Sandor und ich kennen dieses Problem nicht nur aus der Theorie. Wir haben es selbst erlebt und hätten uns Dropdown-Liste zum selbst konfigurieren gewünscht 😉. Kurz nachdem wir mit OverTheMaze gestartet sind, war unsere Zielgruppe eine andere als heute. Wir haben mit Business-Startern gearbeitet: Menschen, die kurz davor standen, ihren Job aufzugeben und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Und weißt du was? Über Empfehlungen hat das wunderbar funktioniert. Jemand kannte jemanden, der jemanden kannte und plötzlich saßen wir mit genau der richtigen Person in einem Zoom-Call. Das Problem kam, als wir versuchten, das auf LinkedIn Kunden zu finden. Denn: Wer gibt seinen Job auf und überlegt, selbstständig zu werden? Diese Menschen existieren. Sie sitzen irgendwo da draußen. Doch sie schreiben es nirgends hin. Kein Post, kein öffentlicher Kommentar, kein sichtbares Signal. Diese Entscheidung passiert im Stillen, in privaten Gesprächen, in schlaflosen Nächten und definitiv nicht in der LinkedIn-Bio. Und ja, Ausnahmen gibt es, doch die sind immens dünn gesät.  Wir haben damals gelernt: Weiche Faktoren brauchen eine Übersetzung. Nicht in Filtern, die ein Tool versteht. Sondern in beobachtbarem Verhalten, das Menschen online hinterlassen, oft ohne es selbst zu merken. Genau das machen die folgenden 3 Frameworks möglich. Die 3 Frameworks, die dir helfen, deine idealen Kunden online zu erkennen Framework 1: Trigger Events & Window of Dissatisfaction Craig Elias hat mit seinem Konzept des „Trigger Event Selling" eine simple und kraftvolle Erkenntnis formalisiert: Menschen ändern ihr Verhalten nicht, wenn es ihnen gut geht. Sie werden empfänglich, wenn etwas in ihrem Leben ins Wanken gerät. „10 Jahre Firmenjubiläum – ein Jahrzehnt geschafft!" Für viele ein Grund zum Feiern. Für aufmerksame Berater und Coaches: ein klassisches Trigger Event, das ein Window of Dissatisfaction öffnen kann. Ein Trigger Event ist ein konkretes Ereignis, das jemanden aus seinem Status quo herausreißt und in ein sogenanntes „Window of Dissatisfaction" befördert, einen Zustand, in dem der aktuelle Weg nicht mehr funktioniert, doch ein neuer noch nicht gefunden wurde. Genau in diesem Fenster ist die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen, am größten. Für dich als Berater oder Coach bedeutet das: Du musst nicht auf jemanden warten, der aktiv nach dir sucht. Du kannst lernen, die Trigger Events zu erkennen, die deine idealen Kunden gerade erleben. Ein LinkedIn-Kommentar, der zwischen den Zeilen frustriert von einer gescheiterten Reorganisation berichtet, ist ein Trigger. Ein Jubiläum von „10 Jahre im selben Unternehmen" kombiniert mit einem nachdenklichen Kommentar ist ein Trigger. Das plötzliche Teilen von Artikeln über Burnout-Prävention oder berufliche Neuorientierung ist ein Trigger. So nutzt du Trigger Events für dich als Berater oder Coach Überlege dir, welche 3 bis 5 konkreten Lebensereignisse deine idealen Kunden typischerweise in dieses Window of Dissatisfaction befördern. Dann beobachte gezielt auf LinkedIn, wer gerade genau diese Signale sendet und sprich diese Personen mit Inhalten an, die exakt diesen Moment adressieren. Du erscheinst nicht als Verkäufer, sondern als jemand, der versteht, was gerade los ist. Und nein, ich meine jetzt nicht, dass du den Personen gleich ein Angebot machst, sondern bewusst in den Austausch gehst, um Vertrauen aufzubauen. Wenn dieses Vertrauen da ist, hast du die Möglichkeit über dein Service zu sprechen. Framework 2: Linguistic Inquiry and Word Count – LIWC Die Sprache, die jemand verwendet, ist eines der ehrlichsten Fenster in seinen inneren Zustand. Das Linguistic Inquiry and Word Count Framework, kurz LIWC, wurde ursprünglich als psychologisches Forschungsinstrument entwickelt und zeigt: Bestimmte Wortmuster verraten emotionale Zustände, Selbstzweifel, Frustration oder Aufbruchsstimmung, lange bevor jemand diese Gefühle explizit benennt. „Eigentlich sollten wir das priorisieren" – ein Satz, der mehr verrät als er zu sagen scheint. Sprache ist eines der ehrlichsten Fenster in den inneren Zustand deiner idealen Kunden. Menschen, die innerlich erschöpft oder orientierungslos sind, schreiben anders als Menschen, die Energie und Klarheit haben. Sie verwenden häufiger Wörter der Verneinung und Einschränkung: „eigentlich", „irgendwie", „sollte", „müsste", „versuche". Sie relativieren viel. Ihre Sätze wirken länger, verzweigter, unsicherer. Jemand, der kurz vor einem echten Aufbruch steht, schreibt dagegen direkter, aktiver, mit konkreten Verben. Du brauchst dafür keine Software. Du brauchst Aufmerksamkeit. Wer auf LinkedIn Posts oder Messages schreibt, die von Relativierung und Erschöpfung geprägt sind, wer Fragen stellt, die tief in die Kategorie „Ich weiß nicht mehr weiter" fallen, und wer gleichzeitig aktiv nach Inhalten sucht, die Orientierung versprechen – der sendet sehr klare sprachliche Signale. So nutzt du spezifische Wortmuster für dich als Berater oder Coach Nimm die dünnen harten Fakten, die du kennst und vernetz dich mit diesen Menschen. Schreib ihnen eine Willkommens-Message. Wenn sie darauf reagieren, kannst du mit ihnen in einen leichten Austausch gehen und eine offene Frage stellen.  Schau dir dann die Antwort an und erkenne wie jemand schreibt. Antworten wie:  „Das kenne ich aktuell auch" oder „Ich versuche schon so lange, …." sind diagnostisch wertvoller als zehn Likes. Diese Menschen, die auf dich reagieren, verdienen deine direkte, empathische Aufmerksamkeit. Dieser Weg ist zwar länger als der nächste LinkedIn Boost, doch ich selbst erlebe dabei, dass ich gute Ergebnisse für unser Business erziele. Framework 3: Signaling Theory & Honest Signals Nicht jedes Signal, das jemand online sendet, hat denselben Wahrheitsgehalt. Genau das ist die Kernidee der Signaling Theory, die auf den Wirtschaftsnobelpreisträger Michael Spence zurückgeht und durch das Konzept der „Honest Signals" weiterentwickelt wurde. Beobachte nicht nur, wer mit dir interagiert, sondern wie und wann. Digitale Signale erzählen eine Geschichte, die weit über den Inhalt hinausgeht. Spence unterscheidet zwischen zwei Typen von Signalen: sogenannte „costly signals; Signale, die Aufwand, Zeit oder sozialen Mut erfordern und „cheap talk"; Signale, die praktisch nichts kosten und deshalb wenig über den echten inneren Zustand aussagen. Ein generischer Share eines Motivationszitats mit einem Flammen-Emoji ist cheap talk. Null diagnostischer Wert. Ein ausführlicher, persönlicher Erfahrungsbericht einer Führungskraft über ein eigenes Scheitern hingegen ist ein costly signal, er hat Zeit gekostet, braucht Mut und birgt ein Reputationsrisiko. Dieser Mensch meint es ernst. Für dich bedeutet das: Auf LinkedIn ist die Welt voller Rauschen. Likes, generische Kommentare, geteilte Artikel ohne persönlichen Bezug (und ja, das war auch vor AI so), das alles sagt dir wenig. Was dir wirklich etwas sagt, ist das, was jemand bereit war, zu investieren, um es zu teilen. Ein Post mit einer persönlichen Erfahrung. Eine ehrliche Frage in einer Gruppe. Ein Kommentar, der über „Super Beitrag!" deutlich hinausgeht. So nutzt du costly signals und cheap talk für dich als Berater oder Coach Trainiere deinen Blick für costly signals in deinem Netzwerk. Wer teilt persönliche Einblicke? Wer stellt echte, unbequeme Fragen? Wer gibt öffentlich zu, nicht weiterzukommen? Diese Menschen sind mutig genug, ein Signal zu senden und genau das macht sie zu idealen Gesprächspartnern für das, was du anbietest. Weiche Faktoren sind nicht unsichtbar – sie sind nur anders sichtbar Dein idealer Kunde schreibt nicht „Ich brauche dringend mehr Aufträge und weiß nicht, wo ich ansetzen soll" in seine LinkedIn-Bio. Doch er hinterlässt Spuren. In der Sprache, die er wählt. In den Ereignissen, die ihn gerade bewegen. In den Signalen, in die er Zeit und Mut investiert. Die drei Frameworks, die wir in diesem Artikel angeschaut haben, sind kein Zaubermittel. Sie lösen nicht auf Knopfdruck das Problem, dass du zu wenig Aufträge hast. Sie verschieben deinen Fokus an die richtige Stelle: Weg von der Suche nach dem perfekten Filter, hin zum Lesen von echtem menschlichem Verhalten. Und das ist der Unterschied, der langfristig zählt. Wenn du regelmäßig fundierte Inhalte möchtest, die dir helfen, dein Business aus der Auftragsflaute herauszuholen, mit Methoden, die wir selbst verwenden, dann abonniere unseren Newsletter. Kein Blah Blah, sondern echte Impulse für Berater und Coaches, die es ernst meinen. Mit dem Klick auf den Button kommst du direkt auf die Anmeldeseite.

  • Nice-to-have oder Must-have? Warum 86 % aller Kaufentscheidungen versanden – und wie Berater & Coaches ihr Angebot neu denken statt nur neu formulieren

    Einfach nur "Nett" reicht nicht für ein Business. Du schraubst an deinem Marketing, optimierst deine LinkedIn-Strategie, formulierst dein Angebot zum dritten Mal um – und trotzdem kommen zu wenig Anfragen. Frustrierend, oder? Hier ist, was wir bei OverTheMaze immer wieder sehen: Das Problem ist meistens nicht deine Sichtbarkeit. Es ist die Dringlichkeit. Dein Angebot löst aus Kundensicht ein wichtiges Problem – doch kein brennendes. Und genau dort liegt der Unterschied zwischen einem Angebot, dem Interessenten hinterherschauen, und einem, für das sie aktiv auf dich zukommen. In diesem Artikel zeige ich dir, warum der Gedanke „Ich formuliere mein Angebot einfach anders" ein Trugschluss ist, was aktuelle Studien über Dringlichkeit und Kaufentscheidungen sagen und welche drei Schritte dir helfen, den echten Must-have-Kern in deinem Angebot zu finden. Also schnapp dir einen Tee und komm mit auf die Must-have-Reise 😀. Inhalt des Blogartikels: Gutes Angebot, kaum Anfragen – woran es wirklich liegt Warum Menschen bei Schmerz handeln und bei „wäre schön" abwarten Warum Umformulieren dein Angebot nicht zum Must-have macht Neu denken statt neu formulieren, so findest du den Must-have-Kern deines Angebots Dein Angebot verdient Kunden, die von selbst kommen Gutes Angebot, kaum Anfragen – woran es wirklich liegt Du bist richtig gut in dem, was du tust. Deine Kunden sind begeistert, wenn sie einmal bei dir sind. Das Feedback ist großartig, die Ergebnisse sprechen für sich. Nur: Der Weg zur Buchung ist zäh. Die Anfragen tröpfeln, und wenn jemand Interesse zeigt, dauert es ewig bis zur Entscheidung. Der übliche Reflex? Es muss am Marketing liegen. Also produzierst du mehr Content, baust einen neuen Funnel, schreibst dein Angebot anders auf. Und dann … passiert wieder nichts. Nicht, weil du etwas falsch machst. Sondern, weil das eigentliche Problem woanders liegt. Viel Expertise doch null Anfragen, ein Bild, das einige Berater und Coaches kennen. Die unbequeme Wahrheit: Dein Angebot löst aus Sicht deiner Kunden ein Problem, das wichtig ist, doch nicht dringend genug, um jetzt zu handeln. Versteh mich nicht falsch, solche Angebote haben auch ihren Platz auf dem Markt, doch wenn dein Business durch das Angebot wachsen soll, damit du mit Freude und Leichtigkeit dein Business lebst, reicht das einfach nicht. Denn die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Laut dem Forrester „State of Business Buying" Report von 2024 versanden 86 % aller B2B-Kaufentscheidungen im Prozess. Der häufigste Grund? Das Problem ist nicht dringend genug, um sich durch den Aufwand einer Entscheidung zu kämpfen. Interessenten finden dein Angebot gut, nicken und schieben es auf „irgendwann". Die Gegenseite zeigt der 6Sense Buyer Experience Report (2024/25) mit über 4.000 befragten Käufern: Wenn echte Dringlichkeit da ist, kommen 80 % der Käufer von selbst auf den Anbieter zu. Der Verkaufszyklus verkürzt sich um über einen Monat. Ohne Dringlichkeit? Dann jagst du Interessenten hinterher, die nie kaufen. Warum Menschen bei Schmerz handeln und bei „wäre schön" abwarten Dringlichkeit ist kein Marketing-Trick, auch wenn es manchmal so scheint, weil irgendjemand wieder eine “künstliche Dringlichkeit” kreiert. Es ist ein psychologisches Grundprinzip, das in dutzenden Studien belegt wurde. Der Psychologe Daniel Kahneman und sein Kollege Amos Tversky haben den sogenannten Framing-Effekt nachgewiesen: Dieselbe Information, anders formuliert, führt zu komplett unterschiedlichen Entscheidungen. In ihrem berühmten Experiment wählten 72 % der Befragten eine Option, wenn sie als „rettet 200 Leben" formuliert war, doch nur 22 % bei der mathematisch identischen Formulierung „400 werden sterben". Selbe Fakten, 50 Prozentpunkte Unterschied. Für dein Angebot bedeutet das: „Ich löse dein akutes Problem" schlägt „Ich verbessere deine Situation" grundlegend. Nice-to-have ist leider einfach nicht dringend. Bei Must-have-Angeboten sind die Kunden meistens viel aufmerksamer, weil es einen Nerv bei Ihnen trifft.  Dann gibt es die 40%-Regel von Sean Ellis, dem Begründer des Begriffs „Growth Hacking". Er hat knapp 100 Startups untersucht und herausgefunden: Wenn weniger als 40 % deiner Kunden sagen, sie wären „sehr enttäuscht" ohne dein Angebot, stagniert dein Wachstum, egal, wie gut dein Marketing ist. Die Frage misst bewusst Enttäuschung, also den Verlust. Nicht Zufriedenheit. Und eine aktuelle Studie von Emblaze und Corporate Visions aus 2024 bestätigt das aus der Praxis: Problem-fokussierte Verkäufer sind 30 % effektiver als lösungsfokussierte. Noch eindrücklicher: Die Art, wie dringend du das Problem rahmst, macht laut SBI-Studie 59 % der Kaufentscheidung aus. Das Angebot selbst? Nur 41 %. Dringlichkeit entscheidet also darüber, ob jemand kauft. Nicht die Qualität deines Angebots. Ich hab’ dir jetzt einige Fakten aufgetischt, doch einerseits liebe ich Fakten, andererseits zeigen sie schön, dass es einen rationalen und emotionalen Grund gibt ein Must-have Angebot zu haben. Warum Umformulieren dein Angebot nicht zum Must-have macht Und jetzt kommt der Punkt, an dem es für viele richtig unbequem wird. Ein Angebot unserer Kundin war gut, ihre Kunden waren begeistert.  Nur: Die Buchungen kamen viel zu selten. Sie hat drei Monate lang versucht, genau das zu tun, was viele als ersten Impuls haben: ihr Angebot sprachlich umzupacken. Neue Texte auf der Website, eine überarbeitete Landingpage, andere Formulierungen. Das Ergebnis? Nichts hat sich verändert. Als wir dann gemeinsam in einer 360° Business-Analyse auf ihr Angebot geschaut haben, wurde der Grund sichtbar. Sandor hat es in unserer Zusammenarbeit auf den Punkt gebracht: „Du kannst nicht einfach etwas draufkleben, damit es ein Must-have wird. Du musst schauen, was in deinem Service drin ist, das ein brennendes Problem löst und das nach vorne stellen. Das ist kein Umformulieren. Das ist ein Neudenken deines Angebots." Einfach nur "Basis Coaching" durch einen fancy Titel ersetzen reicht nicht. Warum reicht Umformulieren nicht?  Weil das Kernproblem nicht die Sprache ist, sondern die Substanz. Wenn das, was du anbietest, aus Kundensicht kein dringendes Problem löst, helfen auch die besten Worte nicht. Du veränderst die Verpackung, doch nicht den Inhalt. Bei unserer Kundin zeigte sich: Ihr Service enthielt bereits Elemente, die wirklich akute Probleme lösten. Sie hatte diese Elemente nur nie nach vorne gestellt, weil sie es als selbstverständlichen Teil ihres Angebots sah. Der Shift war nicht, etwas Neues zu erfinden. Der Shift war, den richtigen Teil nach vorn zu stellen. Neu denken statt neu formulieren, so findest du den Must-have-Kern deines Angebots Was kannst du jetzt konkret tun? Hier sind drei Schritte, die dir helfen, den brennenden Kern in deinem Angebot zu finden. 1. Identifizieren Schau dir dein Service genau an und frag dich: Welcher Teil davon löst ein Problem, das meine Kunden jetzt lösen müssen? Nicht irgendwann, nicht „wäre schön", sondern jetzt. Oft steckt dieser Teil bereits in deinem Angebot, du siehst ihn nur nicht, weil du zu nah dran bist. Wenn du für dich noch klarer sehen willst, was die Unterschiede von Must-have und Nice-to-have  sind verlinke ich dir hier direkt einen Part von einem anderen Artikel von uns. 2. Nach vorne stellen Mach diesen Teil zum sichtbaren Kern deines Angebots. Nicht versteckt als „das mache ich auch noch mit", sondern als das, wofür du stehst. Dein Einstiegspunkt für potenzielle Kunden. 3. Aus Kundensicht formulieren Nicht was du tust, sondern welches brennende Problem du löst und was sich danach konkret ändert. Der Unterschied zwischen „Ich mache Teamworkshops" und „Dein Team verliert gerade Schlüsselpersonen, ich helfe dir, das zu stoppen" ist ziemlich groß. Sandor bringt es gerne auf den Punkt: „Es geht nicht darum, dein ganzes Angebot über den Haufen zu werfen. Es geht darum, den richtigen Teil nach vorn zu stellen. Den Teil, bei dem dein Kunde sagt: Das brauche ich jetzt." Auch wir bei OverTheMaze haben genau diesen Shift gemacht. Früher haben wir gesagt: „Wir helfen dir, dein Business weiterzuentwickeln." Klingt gut, ist wichtig und landete bei unserer Zielgruppe trotzdem unter ferner liefen. Heute sagen wir: „ Mit unserer 90-Tage-Roadmap, geben wir dir Klarheit über deine weiteren Schritte, um regelmäßig mehr Aufträge zu bekommen. " Selbe Expertise, selbe Qualität, doch ein komplett anderer Einstiegspunkt. Dein Angebot verdient Kunden, die von selbst kommen Wenn dein Angebot sich nicht verkauft, liegt es selten am Marketing. Oft ist es die fehlende Dringlichkeit aus Kundensicht. Und der Reflex „Ich formuliere es einfach um" löst dieses Problem nicht, weil er an der Verpackung dreht, nicht am Kern. So kann es sich anfühlen, wenn Kunden von selbst kommen, weil dein Angebot ein brennendes Problem löst.  Der entscheidende Schritt: Finde den Must-have-Kern in deinem bestehenden Angebot und stelle ihn nach vorne. Die Chancen stehen gut, dass er bereits da ist, du musst ihn nur sichtbar machen. Wenn du regelmäßig solche Impulse für dein Business bekommen möchtest, melde dich gerne zu unserem Newsletter an.  Mit dem Klick auf den Button kommst du direkt auf die Anmeldeseite.

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